Die Befürchtungen in der Ruppiner Sportlerfamilie scheinen sich zu bewahrheiten. Coronabedingt sind vor diesem Wettkampf-Wochenende zahlreiche Spiele im Fußball und auch bei den Keglern abgesagt worden.

Kegler verzichten auf Anreise

Den Anfang machten am Mittwoch die Kegler des SV 90 Fehrbellin II, die ihr Zweitliga-Match bei der Spielgemeinschaft Spandau vorsorglich absagten, weil ihnen die Anreise nach Berlin „als zu risikobehaftet erscheint“, wie Fehrbellins Abteilungsleiter Peter Wolski erklärte. Am Freitag teilten die Rhinstädter dann zudem mit, dass sie am Sonntag zum geplanten Derby beim BBC 91 Neuruppin nicht anreisen werden, „weil ein Spieler leichte Grippesymptome hat“, begründete Wolski diese Entscheidung. Die Neuruppiner um Mannschaftsleiter Axel Fischer hatten sich im Vorfeld bereits ebenfalls dafür entschieden, nicht am Sonnabend-Spieltag zum SG NKC/Iduna Berlin II zu reisen.

Wittstocker in Quarantäne

Bei den Fußballern sendete am Freitag Landesligist Hansa Wittstock eine Corona-Alarmsignal ab. Daraufhin wurde die Heimpartie gegen Babelsberg 03 II abgestezt. „Wir hätten gerne gespielt, aber zwei Spieler aus unserem Kader mussten sich einem Corona-Test unterziehen und bekommen erst am Montag das Ergebnis“, erklärte Spielertrainer Erik Sonnenberg auf Nachfrage. „Wir tragen ja Verantwortung für alle“, so Sonnenberg, daher sei diese Spielabsage alternativlos.
In der Landesliga Nord wurde am Freitag zudem eine zweite Partie abgesetzt. Der FC Stahl Brandenburg empfängt demnach nicht den FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf 03, da der Gegner einen positiven Corona-Fall meldete. Nun müssten erst mal die möglichen Rückverfolgungen geprüft werden, ließen die Buckower verlauten. Sie sagten auch das Spiel der Reserve ab.

Alt Ruppins Sportlicher Leiter sorgt sich

Angesetzt bleibt hingegen die Begegnungen Eintracht Alt Ruppin gegen den Birkenwerder BC. Jedoch betont Frank Neumann, Sportlicher Leiter bei der Eintracht, „dass wir uns im Amateurfußball an einem Punkt befinden, wo uns sehr wahrscheinlich eine erneute Zwangspause droht.“ Wie lange diese dann dauern wird, bleibt abzuwarten.
Eine Klasse höher, in der Brandenburg, erfolgte bereits am Donnerstag die Absetzung der Partie SV Zehdenick gegen den SV Falkensee-Finkenkrug. Inzwischen befinden sich bei den Falkenseern fünf Spieler in Quarantäne. Trainer Matthias Stuck hat daher in dieser Woche auch auf das Mannschaftstraining verzichtet.

Handballer im Wartestand

Bei den Handballbern des HC Neuruppin wusste man am Freitag noch nicht, ob die für Sonntag angesetzte Auswärtspartie beim Verbandsliga-Spitzenreiter MT 1860 Altlandsberg II „auch angesetzt bleibt“, so HCN-Trainer Michael Drefahl. „Wir sind jedenfalls gut vorbereitet und wollen dort auch etwas mitnehmen.“ Altlandsbergs Reserve sei einer der Top-Favoriten auf die Meisterschaft. Drefahl: „In unseren jüngsten Trainingseinheiten haben wir vor allem daran gearbeitet, variabler zu spielen. Wir wollen nicht mehr so leicht ausrechenbar sein. da sind wir auch auf einem guten Weg.“ In Altlandsberg muss er jedoch auf die Routiniers Christian Lück und Christian Koall verzichten, dazu fehlt auch Linskaußen Oskar Wilke.
Doch auch im Handball gab es bereits eine coronabedingte Spielabsage. Die Meldung kam aus der Prignitz. Blau-Weiß Perleberg II sagte seine Heimpartie in der Männer-Spielunion gegen den HC Neuruppin II ab. Ebenso fällt das Duell Milow gegen Pritzwalk II aus, da sich bei den Milowern Spieler in behördlicher Quarantäne befinden, trotz negativer Covid-19-Tests.
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