Der Mann war auch in der Notaufnahme unterwegs, in der Covid-19-Patienten behandelt werden sollen. "Alle Eingänge der Kliniken sind entsprechend der geltenden Geländesperrung für Betriebsfremde ausgeschildert. Sicherheitsdienste zu beauftragen, um einer durchaus nachvollziehbaren Anordnung Geltung zu verschaffen, wenn nicht der reine Menschenverstand ausreicht, hielten wir nicht für notwendig", so Klinik-Sprecherin Verena Clasen.
B. wollte laut seiner eigenen Online-Veröffentlichung, geschützt mit einer Lackierer-Maske, Covid-19-Erkrankte bei der Sprechstunde interviewen und sich ein Bild von überforderten Ärzten, Pflegern und Schwestern sowie Desinfizierungstrupps machen. Auf seiner Internetseite und in sozialen Medien wundert er sich darüber, dass er in der Covid-19-Notaufnahme alleine war.
Wie Kliniksprecherin Clasen betonte, gibt es im Kreis zwölf Infizierte, von denen einer im Krankenhaus behandelt werden muss. Die Inbetriebnahme der vorbereiteten, aber noch leeren Notaufnahme sei für Dienstag geplant.
Ebenso stellt B. die Nutzung des Drive-Ins für Corona-Schnelltests in Frage, weil er dort nie Patienten gesehen habe. "Seit die ambulante Testung an den Ruppiner Kliniken durchgeführt wird, sind zwischen vier und 48 Patienten am Tag betreut worden", so Clasen. Die stünden nicht Schlange, sondern kommen nach "Anforderung durch die Hausärzte oder das Gesundheitsamt." B. behauptet zudem, dass nach seinem Beitrag über die Kliniken, der Server mit seinem Artikel angegriffen wird. Auf weitere Unterstellungen des Mannes, der von sich behauptet, "keine Verschwörungstheorien aufzustellen", werden die Kliniken nicht reagieren: "Nach anfänglicher Fassungslosigkeit haben wir entschieden, sie zu ignorieren."
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