Dakar
: Team Przygonski/Gottschalk kämpft bei Rallye Dakar mit Reifendrama

Fahrer Jakub Przygonski und sein Navigator Timo Gottschalk aus Rheinsberg schlagen bei der dritten Etappe des Wüstenklassikers bewusst einen risikoarmen Kurs ein. Die Konkurrenz überschlägt sich.
Von
Helge Gerdes
Wadi ad-Dawasir
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Auf Arabischem Sand: Jakub Przygonski und Timo Gottschalk verteidigten bei der Rallye Dakar den fünften Platz. Das Toyota-Team musste mehrfach den Reifen wechseln und hatte zum Finale der dritten Etappe keinen Ersatz mehr an Bord.

MCH Photo

Drei Reifenschäden, Dünenquerungen, Trial–Abschnitte und Navi–Kopfzerbrechen — Tag drei der Rallye Dakar hatte es für Jakub Przygonski und Timo Gottschalk in sich. Auf der Schleife rund um Wadi ad–Dawasir wahrte das polnisch–brandenburgische Duo jedoch seine Chance auf das Ziel: die Top–Fünf.

Favoriten überschlagen sich in den Dünen

Während Favoriten auf den Gesamtsieg mit Navigationsfehlern, Überschlägen oder technischen Problemen erheblich Zeit verloren, blieben sich Przygonski/Gottschalk treu — mit einer soliden Leistung von Fahrer und Beifahrer. Zwar verloren sie mit vorsichtiger Fahrt in der zweiten Etappenhälfte 22 Minuten auf die überragenden Tagessieger Nasser Al–Attiyah/Matthieu Baumel (Toyota). Sie liegen in der Gesamtwertung aber auf Augenhöhe mit Sébastien Loeb/Daniel Elena (Prodrive) oder Carlos Sainz/Lucas Cruz (Mini) auf Rang fünf. Die Gesamtführung behaupteten Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (Mini).

Mehrere Reifenschäden auf einen Schlag eingefangen

Jakub „Kuba“ Przygonski: „Drei Reifenschäden haben viel Zeit gekostet. Wegen der nötigen Wechsel und natürlich, weil wir es bis ins Ziel vorsichtig angehen lassen mussten.“ Timo Gottschalk: „Schon nach etwa 15 Kilometern hatten wir den ersten Reifenschaden — Stein getroffen, klare Sache. Auch dort, wo sich viele Crews verfahren haben, mussten wir kurz nach dem Weg suchen — haben die richtige Route aber schnell gefunden. Doch dabei haben wir uns zwei Reifenschäden auf einmal eingefangen und wissen nicht so recht, warum. Von da an war Vorsicht gefragt, weil wir keine Ersatzreifen mehr hatten.“ Der Rückstand des polnisch–deutschen Duos auf den Führenden beträgt 39 Minuten.

Die Spitze des Pkw–Feldes:
1. Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (Mini) 10:44.02 Stunden
2. Nasser Al–Attiyah/Matthieu Baumel (Toyota) 10:49.11
3. Matthieu Serradori/Fabian Lurquin (SRT) 11:05.23
4. Carlos Sainz/Lucas Cruz (Mini) 11:12.36
5. Jakub Przygonski/Timo Gottschalk (Toyota) 11:23.24
6. Sébastien Loeb/Daniel Elena (Prodrive) 11:24.51
7. Henk Lategan/Brett Cummings (Toyota) 11:26.27
8. Yasir Seaidan/Alexey Kuzmich (SRT) 11:30.52
9. Khalid Al–Qassimi/Xavier Panseri (Peugeot) 11:31.10
10. Martin Prokop/Viktor Chytka (Ford) 11:35.32