Durchsuchung in Lindow
: Schüsse aus einem Fenster? Polizei stürmt Wohnung

In Lindow rückte die Polizei nach einem Hinweis auf mögliche Schüsse aus. Die Wohnung eines 50-Jährigen wurde durchsucht. Das ist bislang bekannt.
Von
Stefan Zwahr
Lindow
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ILLUSTRATION - Ein Kleiner Waffenschein liegt zwischen einer Schreckschuss-Pistole «Walther P22», einem Magazin und einer Platzpatrone. (zu dpa: «Mit Waffe im Internet posiert: Polizei durchsucht Wohnung») +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Kleiner Waffenschein liegt zwischen einer Schreckschuss-Pistole „Walther P22“, einem Magazin und einer Platzpatrone. In Lindow gab es Meldungen, wonach mit einer Schreckschusspistole geschossen wurde. Was der Einsatz der Polizei ergab. (Symbolbild)

Oliver Killig/dpa
  • Polizei rückte in Lindow nach Hinweis auf mögliche Schüsse aus einem Fenster aus.
  • Einsatzort war eine Wohnung eines 50-Jährigen an der Harnackstraße – Zutritt erzwungen.
  • Der Mann folgte Anweisungen nicht, deshalb drohten Beamte Taser an und setzten ihn ein.
  • In der Wohnung fand die Polizei keine Schreckschusswaffe, aber wohl Knallkörper.
  • Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Hinweis ging gegen 22:15 Uhr ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fielen in Lindow am Donnerstag, 10. September, Schüsse? Die Beantwortung dieser Frage hielt die Polizei in den Abendstunden auf Trab.

Der Hinweis einer Zeugin war gegen 22:15 Uhr eingegangen. Das teilte Joachim Lemmel, Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, mit.

Es gab die Vermutung, dass mit einer Schreckschusswaffe aus einem Fenster geschossen wurde. Diese Waffen erzeugen einen lauten Knall sowie ein Mündungsfeuer. Sie dienen vorwiegend zu Signal- und Abschreckungszwecken, aber auch zum Selbstschutz.

Polizei durchsucht Wohnung in Lindow nach Waffen

Die Beamten rückten an einer Wohnung eines 50-Jährigen an der Harnackstraße an. Der Bewohner verweigerte jedoch zunächst das Öffnen der Tür, woraufhin sich die Beamten Zutritt verschafften.

Da sich der Mann den Anweisungen der Polizisten widersetzte und eine Gefährdung der Einsatzkräfte nicht ausgeschlossen werden konnte, setzten die Beamten nach vorheriger Androhung ein Distanz-Elektroimpulsgerät ein.

Diese umgangssprachlich als Taser bekannten Geräte verschießen zwei kleine Pfeile mit Drähten. Ein Stromimpuls stört kurz die Muskelsteuerung, sodass Betroffene handlungsunfähig werden. Die Polizei nutzt sie zur Distanzkontrolle in gefährlichen Lagen.

Die Polizei durchsuchte die Wohnung nach der mutmaßlichen Waffe. Eine Schreckschusswaffe wurde dabei nicht gefunden. Nach ersten Erkenntnissen hatte der 50-Jährige Knallkörper aus dem Fenster geworfen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.