Die Männer hatten sich gegen 19.30 Uhr an der Toftluntstraße versammelt. Mit dabei war ein Streitschlichter der tschetschenischen Gemeinschaft aus Berlin, so Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Amadeo Pogalz. Grund für das Treffen war offenbar der Konflikt vom Vortag. Da war es wie berichtet an der Marifredstraße zu einer Schlägerei zwischen 15 bis 20 Männern gekommen. Eine Gruppe von Deutschen und Polen war zunächst verbal und dann körperlich mit einigen Tschetschenen aneinander geraten. Dabei wurden sieben Männer verletzt, zwei davon mussten im Krankenhaus behandelt werden. Wie berichtet waren dabei auch mehrere Autos beschädigt worden, mit denen die Männer teilweise vor Ort erschienen waren. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, eines Hubschraubers und Beamten der Polizeiinspektion Oberhavel konnten der Streit beendet werden. Acht Tatverdächtige, fünf deutsche und drei polnische Männer im Alter von 20 bis 46 Jahren wurden vorläufig festgenommen werden. Sie wurden laut Polizeisprecherin Ariane Feierbach am Freitag wieder entlassen. Der Auslöser für den Streit sei bislang noch unklar. Hinweise für einen fremdenfeindlichen Grund gebe es bislang nicht.
Warum der Streitschlichter und dazu noch mehre Dutzend Tschetschenen am Freitagabend in Rheinsberg auftauchten, ist nicht ganz klar. Nicht auszuschließen sei, dass der Konflikt vom Vorabend erneut ausgetragen werden sollte. Die Polizei, die immer noch vom letzten Einsatz sicherheitshalber vor Ort war, schritt aber rechtzeitig ein. "Wir haben ihnen klar gemacht, dass in Deutschland die Polizei für Recht und Ordnung sorgt", so Pogalz. Platzverweisen seien die Männer zunächst nachgekommen. Dann hätten sie sie sich aber wieder an der Mariefredstraße getroffen. Dort wurden sie von der Polizei umstellt und von allen Tschetschenen die Personalien aufgenommen. Die Polizei werde alles dafür tun, dass es dort nicht zu noch einer Auseinandersetzung kommt, betonte Polizeisprecherin Ariane Feierbach.
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