Glasfasernetz
: Die ersten Ostprignitz-Ruppiner surfen 2021 schneller

Die ersten Haushalte sollen Mitte 2021 in Neustadt, Wusterhausen und Kyritz angeschlossen sein.
Von
MOZ
Wusterhausen
Jetzt in der App anhören

Landrat Ralf Reinhart (links) informierte sich in Wusterhausen über den Ausbau des Glasfasernetzes und schaute dabei Telekom-Mitarbeiter Bernd Motzkus über die Schulter.

Kreisverwaltung OPR/Manuel Krane

Die Telekom wird bis Oktober 2022 fast 9 500 Haushalte, Unternehmen und 52 Schulen in 22 Kommunen mit schnellen Internetanschlüssen versorgen. Davon profitieren werden die Haushalte, die bisher mit niedrigen Bandbreiten, weniger als 30 MBit pro Sekunde, versorgt waren. Möglich wird das mit „Fiber to the Home“ (FTTH). Das bedeudet, dass die Glasfaserleitung nicht am Verteilerkasten auf dem Bürgersteig oder im Keller des Hauses endet, sondern bis in die Wohnung führt. Die Anschlüsse bieten eine Geschwindigkeit von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde beim Herunterladen (Download) und bis zu 500 MBit pro Sekunde beim Heraufladen (Upload). Voraussichtlich  Mitte 2021 werden in den Bereichen Kyritz, Neustadt  und Wusterhausen die ersten Anschlüsse in Betrieb gehen.

Landrat will weiteren Ausbau

Im Ausbaugebiet werden fast 2 700 Kilometer Glasfaser verlegt, knapp 330 neue Netzverteiler aufgebaut und rund 300 Kilometer Schächte angelegt. Dabei wird das Trenching-Verfahren eingesetzt, bei dem mit einer Maschine ein schmaler Streifen in den Gehweg- oder Straßenbereich gefräst wird.

„Ich freue mich, dass die Arbeiten zum Breitbandausbau im Landkreis so gut vorankommen und wir zu den ersten in der Realisierung befindlichen Glasfaser-Landkreisen Deutschlands und Brandenburgs zählen“, sagte Ralf Reinhardt. Schnelles Internet gehöre heutzutage zum Leben – privat und geschäftlich. Gerade Unternehmen und Schulen sollen von dem enormen Bandbreitenzuwachs profitieren. „Ich wünsche uns sehr, dass nach Aufbau und Installation der neuen Technik die Inbetriebnahme genauso schnell und reibungslos gelingt. Noch nicht jeder kann leider in diesem größten Investitionsprojekt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin an das neue Glasfasernetz angeschlossen werden. Wir werden aber alles daransetzen, dass im nächsten Schritt auch die grauen Flecken vom Bund für den Glasfaserausbau freigegeben werden“, versprach er.

Daniel Zimmermann, bei der Telekom für den Ausbau verantwortlich, sagte: „Ländlicher Raum und schnelles Internet sind kein Widerspruch.“ Sein Unternehmen habe solche Projekte auch in den Kreisen Vorpommern-Rügen, Bautzen im Burgenland und im Kyffhäuserkreis begonnen.