„Na dann, wir sehen uns zwei Monate nicht und stattdessen erst wieder im neuen Jahr.“ Diesen Abschied wählten am Sonntagabend die Handballer des HC Neuruppin, als sie ihre Fans verabschiedeten. Etwa einhundert waren ins Sportcenter gekommen und sahen eine beherzte Partie – sowohl vom HCN als auch den Gästen aus Lychen.

Vier Tore zuviel kassiert

Trainer Christian Will analysierte: „Gut gespielt und in der Deckung gestanden. Drei, vier Tore haben wir in der ersten Hälfte zuviel bekommen, weil wir in der Mitte etwas zu nachlässig waren.“ Dennoch: Schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich wegen der hohen Intensität an, dass das Ergebnis sich der Schallmauer von 40 Toren nähern würde. Will zur zweiten Halbzeit: „Leider hat sich das so fortgesetzt. Wir haben sogar einige Tore mehr bekommen.“ Die Freude über den Sieg überwiegt dennnoch: „Wir wollten das Spiel machen und in die Konter gehen, das haben wir über das gesamte Spiel durchgezogen.“

Winkelmann mit elf Toren

Rückraumspieler Till Winkelmann wurde in Manndeckung genommen und kam dennoch zu elf Toren. Selbst beim Siebenmeterpunkt durfte er ran, obwohl dafür andere zuständig sind: Irek Kaczmarczyk ist das, der mit der Traumquote von sechs Toren aus sechs Versuchen vom Parkett kam. Winkelmann patzte zwar, als er im Eins-gegen-Eins-Duell gegen den Lychener Christopher Hirsch scheiterte. Doch den abprallenden Ball versenkte er unter tosendem Beifall. Es war der 40. Treffer des HCN in diesem Spiel.
„Schade“, findet der Coach Christian Will: „Wir haben uns zusammengefunden und bis auf Wusterwitz alles gewonnen.“ Hinter den Neuruppinern liegt inzwischen eine erstaunliche Serie von drei Siegen.  Lohn dafür: Sie werden als Tabellenzweite hinter Eberswalde ins neue Jahr kommen.