Handball
: Union reicht eine Halbzeit

Der Neuruppiner Staffelzweite der Verbandsliga lässt sich auch vom Tabellenletzten nicht überraschen und kommt mit einem 36:17-Erfolg von der Platte.
Von
Matthias Haack
Neuruppin
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Mutig wie früher: Jasmin Ewald (beim Torwurf) kämpft sich nach einem Kreuzbandriss wieder voran. Noch fehlen der Rückraumspielerin ein paar Prozente in der Leistung. Aber bereits jetzt sie für den Staffelzweiten unverzichtbar.

Matthias Haack

Nach acht Siegen, je zwei Remis und Niederlagen sitzen die Neuruppiner dem Ligaprimus HSV Potsdam weiterhin im Nacken. Und die Mannschaft von Trainer Tony Palmowske hat ein Dreipunktepolster auf Grünheide vorzuweisen. Nicht nur das: Mit dem letzten Treffer am Sonnabend durch Lisa Röckner (vom Siebenmeterpunkt) katapultierte sich der Aufsteiger in eine neue Dimension – die Bilanz der Tore (351:251) weist nun ein dreistelliges Plus auf.

Obwohl es gegen das punktlose Schlusslicht aus Müncheberg ging, wirkte die Heimmannschaft sehr fokussiert. Kaum eine Sekunde Zeit blieb dem offenbar verblüfften Gegner, um seine Spielzüge anzusetzen. Immer wieder biss entweder die aggressive Deckung der Unioner zu oder Torfrau Anja Daniels entschärfte den Wurf. Lediglich zweimal wurde sie in der ersten Halbzeit überwunden – auch das ist rekordverdächtig. Mit harten Aktionen, teilweise über dem Vertretbaren, versuchten die Gäste die Wucht des Gastgebers auszubremsen. Ohne Erfolg. Union ließ sich nicht schocken und nahm blaue Flecken in Kauf. „Das glich schon einer Machtdemonstration“, fasste Palmowske die ersten 30 Minuten zusammen.

Er schonte im zweiten Durchgang seinen ersten Anzug. „Kein Wunder, dass wir dann 15 Gegentore bekommen.“ Aber er wollte, dass alle ihre Einsatzzeit bekommen. Immerhin war die Ersatzbank reichlich gefüllt. Mit 17:15 wurde es wesentlich enger, aber der Sieg stand nie in Gefahr.

Eine klasse Partie bot nicht zum ersten Mal Ariane Neumann, der in punkto Fitness keine so schnell etwas vorlebt. Sie ist in der polizeilichen Ausbildung im Gehobenen Dienst. Sport nimmt einen extremen Stellenwert ein. Schier mühelos schüttelte sie nicht nur ihre Gegnerin ab, sie wagte auch immer wieder das Durchbrechen gegen zwei oder mehr Münchebergerinnen.

Union: Daniels - Ulmer (1), Bremer (3), Ewald (5), Lieske (6), Müller (2), Röckner (1), Hammermeister (1), Göske (1), Uhlenbrock (2), Gelhorn (5), Köhler (6), Neumann (3), Dayss

Siebenmeter: 7 (6 verwandelt)

Zweiminuten: vierGelbe Karten: vier

Müncheberg/Buckow: Kleinspehn - Paolini (2), Specka (2), Holz, Tetzlaff (5), Dames, Bosse, Hunziger (4), Hühn, Brandt (4), Steinz

Siebenmeter: 6 (2 verwandelt)

Zweiminuten: drei Gelbe Karten: drei