Auch sein Vater Rudolf Rienaß ist zufrieden, wie es gelaufen ist. Guten Gewissens und mit einem stolzen Lächeln überlässt der ehemalige Leiter (vor Toni Palmowske) nun seinem Sohn die Leitung des Camps: "Die waren am Anfang alle noch so klein und jetzt leiten sie selbst das Ganze." Aber kamen die Ferienspiele von diesem Jahr an die Qualität aus den Vorjahren heran? Wegen Corona konnten die Teilnehmer nicht im Zelt schlafen, und das traditionelle WM-Turnier, für das die Kinder in sechs Nationen aufgeteilt werden, musste ausfallen.
Das konnte dem Spaß dennoch nicht im Weg stehen. Die Zelte wurden als Rückzugsort trotzdem aufgebaut. Das erweckte tagsüber zumindest von Außen den Eindruck eines richtigen Feriencamps. Von 9 bis 22 Uhr waren alle Teilnehmer zusammen auf der Anlage in Gildenhall. Nur zum Schlafen ging es nach Hause. Die Kinder und Jugendlichen, die Experten, wenn es um Spaß geht, hatten auch nichts zu bemängeln. Sie wurden nämlich mit neuen Ideen und Spielen vom Organisationsteam umsorgt. Maximilian Rienaß hat es sehr genossen, seinen Beruf als Erzieher mit dem Handballsport zu verbinden.
Robert Müller (15), der schon seit zehn Jahren dabei ist, hatte vor allem beim Start in den Tag mächtig Spaß: "Die Erwärmung von Alex (Anm.d.Red.: Alex-Julian Krause) war lustig." Jedes Jahr hält sich der Kreisligaspieler der B-Jugend vom HC Neuruppin die Zeit frei, in der das Camp stattfindet. Nur 2015 war er einmal mit seinen Eltern im Urlaub. Verändert habe sich über die vielen Jahre nicht viel, blickt er zurück. Für Robert war das Camp bisher immer ein einprägsames Erlebnis gewesen.
Auch Leni (rechts im Bild), die jüngste Teilnehmerin der Ferienspiele, wird einiges in Erinnerung behalten. Ihr Highlight: das "Neptunfest". Weil: "Die Kinder haben Schlagsahne auf den Kopf bekommen", freut sich die Achtjährige. Die Drei-Seen-Schülerin aus Lindow selbst wurde nicht von der Sahne erwischt. Sie spielt, wie auch Elisa (10) von der Montessori-Schule, in der Vereinsmannschaft des SV Union am liebsten auf der Außenposition. Elisa (links im Bild) fand den Besuch des Sportcenters in Neuruppin in diesen fünf Tagen am besten.
Maximilian Rienaß hofft, dass die Ferienspiele nächstes Jahr ohne die Einschränkungen durch Corona stattfinden können. Denn kaum sind die 43 Teilnehmer am Freitag auf dem Heimweg gegangen, saßen die Teamchefs bereits an den Planungen der 13. Auflage des Camps.