Hunde in OPR: Landkreis verkauft belgische Schäferhunde – das sind die Bedingungen

Zwei belgische Schäferhunde werden vom Landkreis verkauft: Wegen einer "tierschutzwidrigen Haltung" mussten sie in Obhut genommen werden. Zu beachten sind Kriterien, nach denen die Tiere abgegeben werden. Auf dem Foto links ist die Hündin, rechts der Rüde.
Landkreis OPRDas Veterinäramt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin veräußert zwei Hunde. Sie mussten in Obhut genommen werden, weil der Halter gegen den Tierschutz verstoßen haben soll. Die Hunde sind in einem Tierheim untergebracht worden. Die Kosten der Unterbringung hat zunächst der Landkreis übernommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dass jetzt die Tiere verkauft werden, schreibt das Tierschutzgesetz vor. Einzelheiten zu der Sicherstellung der Tiere und wo sie danach untergebracht waren, will der Landkreis nicht nennen. Weil das Verfahren noch nicht endgültig abgeschlossen ist.
Es handelt sich um zwei belgische Schäferhunde, die verkauft werden – und das nicht nur im Doppelpack, sondern auch einzeln, wie Kreissprecherin Ulrike Gawande auf Nachfrage von MOZ.de sagt. Beide Hunde haben altersbedingte, leichte gesundheitliche Einschränkungen – insgesamt sind sie aber fit und agil, heißt es. Die Hündin und der Rüde sind beide jeweils etwa zehn Jahre alt. Die Tiere sind gehorsam, verschmust und zugleich wachsam.
Keine Vermittlung an Haushalte mit Kindern oder Tieren
Wichtig für Interessenten, die übrigens nicht aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin kommen müssen: Sie werden nicht in einen Haushalt mit kleinen Kindern oder anderen Tieren abgegeben. Die höchste Gebots-Summe entscheidet über die Veräußerung. Mit dem Geld will der Landkreis die bisher angefallenen Kosten der Unterbringung kompensieren.
Aber es gibt auch wesentliche Voraussetzungen: So muss der oder die Käuferin in einer Selbstauskunft die zukünftigen Haltungsbedingungen schildern sowie einer Begutachtung durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes zusagen. Zu beachten ist, dass die Tiere nicht direkt am Tage der Besichtigung mitgenommen werden können, da erst danach eine Auswahl der zukünftigen Tierhalter erfolgen wird.
Die Auswahl erfolgt durch fachkundige Mitarbeiter des Veterinäramtes des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. So soll sichergestellt werden, dass die Tiere in guten Verhältnissen unterkommen und sie tierschutzgerecht versorgt werden.
Interessenten können sich per E-Mail melden: veterinaeramt@opr.de. Es geht auch telefonisch unter 03391 6883901, das ist die Nummer des Amtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft.
