Ein Prozent der Bevölkerung des Landkreises habe man mit den Angeboten der Interkulturellen Woche in diesem Jahr trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie erreichen können, ist Kerstin Bendler stolz. Rund 1000 Teilnehmer nutzten die vielfältigen Projekte, die sich über den gesamten Landkreis erstreckten und durch Online-Angebote ergänzt wurden, berichtet die Referentin für Flüchtlingsintegration beim Landkreis.

Sonst kommen doppelt so viele Besucher

In den Jahren zuvor habe man jedoch jeweils rund doppelt oder sogar dreimal so viele Besucher bei rund 25 bis 30 Veranstaltungen begrüßen können. Doch bei den 15 Veranstaltungen in diesem Jahr sei besonders zu spüren gewesen, dass die Menschen geradezu ausgehungert nach Abwechslung seien, berichtet Kerstin Bendler.

Zwei Feste lockten die Menschen an

Besonders großen Zuspruch gab es dabei für die zwei Feste im Rahmen der Interkulturellen Woche, die unter freiem Himmel zum einen als Eröffnungsveranstaltung in Rheinsberg und als „Fest der Vielfalt“ in Wittstock stattfanden. „Bei beiden hatten wir viel Glück mit dem Wetter“, so Bendler. Bei Tanz und Musik sowie an den Grill- und Informationsständen trafen sich die Menschen zum Austausch. „Das fehlt im Moment im Alltag.“

Jedes Jahr Ende September

Die Interkulturelle Woche findet bundesweit jedes Jahr Ende September rund um die Gedenktage „Tag des Flüchtlings“ und „Welttag des Migranten und des Flüchtlings“ statt. In diesem Jahr war das übergreifende Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“, welches Landrat Ralf Reinhardt (SPD) bei der Eröffnung um „zusammen gesund bleiben“ ergänzte.
Er zeigte sich zufrieden mit den wegen der sich stetig verändernden Corona-Bestimmungen recht kurzfristig auf die Beine gestellten Aktionswoche. „Die diesjährige Interkulturelle Woche konnte den besonderen Bedingungen trotzen und bot für Jung und Alt attraktive Veranstaltungen.“ Er dankte allen Aktiven, die mit Kreativität und Engagement an dem vielfältigen Programm mitgewirkt hatten.

Vielfalt in Wusterhausen

Kerstin Bendler hat besonders das Veranstaltungswochenende in Wusterhausen beeindruckt, an dem vom türkischen Frühstück über ein Kinderfest, eine Ausstellung in der Kirche bis hin zum Apfelfest genau die Vielfalt und der kulturelle Austausch geboten wurden, für die diese Veranstaltungswoche stehen soll.

Kino zeigte kostenlose Filme

Auch zwei Vorstellungen im Wittstocker Kino Astoria fanden reges Interesse, und es wurde lebhaft mit den anwesenden Protagonisten über Gemeinsamkeiten und verschiedene Sichtweisen diskutiert. „Es ist toll, dass das Kino diese Möglichkeit aufgegriffen hat, die Filme dank öffentlicher Gelder kostenlos zeigen zu können.“

Ausstellung noch bis 13. Oktober

Noch bis zum 13. Oktober ist in der Wusterhausener Kirche St. Peter und Paul die Ausstellung „Gott mag die Ausländer“ zu sehen.