Investition
: Die Grundschule Gildenhall wird saniert

Die Arbeiten in dem Teil Neuruppins gehen gut voran. Insgesamt zwei Millionen Euro werden in Schulhaus und Sporthalle gesteckt.
Von
Judith Melzer-Voigt
Neuruppin
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  • Die Arbeiten auf dem Schulhof der Grundschule Gildenhall beginnen in dieser Woche. Bis zum Schuljahresbeginn soll die Haupttreppe auf jeden Fall wieder begehbar sein.

    Die Arbeiten auf dem Schulhof der Grundschule Gildenhall beginnen in dieser Woche. Bis zum Schuljahresbeginn soll die Haupttreppe auf jeden Fall wieder begehbar sein.

    Judith Melzer-Voigt
  • Sabine Kugel und Fred Müller vom Bauamt sind zufrieden mit dem Fortschritt des Projektes.

    Sabine Kugel und Fred Müller vom Bauamt sind zufrieden mit dem Fortschritt des Projektes.

    Judith Melzer-Voigt
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Davon sind auch Fred Müller, Sachgebietsleiter Hochbau, und Sabine Kugel vom Bauamt überzeugt. Ausgangspunkt für beide Projekte in Gildenhall war, dass die Gebäude dringend neue Elektroanlagen brauchten. Die Stadt plante laut Müller eine gewisse Summe in ihrem Haushalt dafür ein. Doch dann stellte sich heraus, dass es ein Förderprogramm gibt, das genau auf Schule und Turnhalle passen würde. Das eingeplante Geld wurde kurzerhand zum Eigenanteil der Stadt. Das Vorhaben wuchs immens.

Bereits einiges geschafft

In den vergangenen Jahren wurde nun schon einiges in das Schulgebäude gesteckt: 2013 waren Dach und Fenster an der Reihe, 2018 dann der Küchenbereich. Heizung, Fassade und Sonnenschutz wurden 2019 komplett erneuert. „Eigentlich sollte da auch schon die Elektrik drankommen“, erklärt Fred Müller. Doch es fand sich schlichtweg keine Firma, die Zeit für diesen Auftrag hatte. „Deswegen machen wir das jetzt.“ Dass es mit dem bloßen „Strippenziehen“ dabei nicht getan ist, zeigt ein Blick ins Innere des Schulgebäudes. Die Decken werden komplett neu konstruiert und bieten nun auch einen Schallschutz. Die Böden wurden teilweise abgeschliffen, teilweise erneuert. Die alten Tapeten sind verschwunden, neue Farbe ist zumindest schon im Kellergeschoss zu sehen.

Wenn alles so klappt, wie die Stadt sich das vorstellt, kehrt nach den Sommerferien langsam wieder Ruhe in der Schule ein – zumindest, was die Bauarbeiten angeht. Die Corona-Zeit hatte ein Gutes: „Wir konnten 90 Prozent der Arbeiten im Kellergeschoss zum Beispiel schon vor den Ferien schaffen“, sagt Sabine Kugel. Dass vielleicht mal ein Schalter fehlen wird und Mitte August noch nicht alles perfekt ist, davon geht sie aber aus.

Baustelle Schulhof

Der Schulhof ist auch noch eine große Baustelle: Dort wurden die alten Platten aus der Erde gerissen. In dieser Woche sind die Plasterer vor Ort. Außerdem wird das Areal laut Sabine Kugel umgestaltet: mit Rasen, einem Bewegungs- und einem Spielbereich. Bis Anfang des neuen Schuljahres soll auf jeden Fall die Haupttreppe begehbar sein. Andere Arbeiten könnten sich noch etwas länger hinziehen.

Insgesamt werden rund zwei Millionen Euro in die Sanierung von Schulgebäude und Sporthalle gesteckt. 1985 wurde die Schule errichtet, damals noch als Roman-Ligendza-Grundschule, in Erinnerung an einen KPD-Funktionär, der gegen die Nazis gekämpft hat. Schon zwei Jahre vorher entstand die Turnhalle. „Die Schule war eine der letzten DDR-Schulen, die im Bereich Neuruppin gebaut wurden“, sagt Fred Müller. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wurde die Einrichtung dann immer stückweise und mit eher kleinem Budget in Schuss gehalten. Nun also wird sie einmal komplett renoviert.

Der Effekt der neuen Schallschutzdecken in allen Klassenzimmern, Fluren und Büros ist im Baubetrieb noch nicht stark zu merken. „Aber das wird im Schulbetrieb ganz anders sein“, ist sich Sabine Kugel sicher. Die neuen LED-Lampen jedenfalls tun ihren Dienst gut: Alle Räumen wirken hell und freundlich.

Die Sporthalle wenige Meter weiter mag zwar von außen wie die größere Baustelle wirken. Von innen ist sie aber fast fertig, zumindest was die eigentliche Halle angeht. Viel weiße Farbe ist dort zum Einsatz gekommen. Die Glasgiebel wurden durch neue ersetzt. Das Parkett, das Anfang der 2000er-Jahre erneuert wurde, bleibt erhalten, wurde jetzt aber zum ersten Mal abgeschliffen, erklärt Fred Müller. In der vergangenen Woche wurde es versiegelt, und frische Linien in blau, weiß und rot – wie der Sportunterricht sie braucht –  wurden aufgetragen. Die Sanitäranlagen in der Turnhalle werden nicht erneuert. Das ist laut Fred Müller bereits Mitte der 2000er-Jahre geschehen.

Charakter erhalten

Sabine Kugel, die dieses Projekt in der Neuruppiner Stadtverwaltung betreut, war es sehr wichtig, den eigentlichen Charakter der Turnhalle zu erhalten. Daher bleibt auch die ursprüngliche, geschwungene Fassadenform bestehen und wird durch eine Dämmung ergänzt. Dazu kommen auch dort jede Menge frischer Putz und helle Farbe. Das Dach wurde nicht erneuert. Aber der Kunststoff in diesem Bereich musste abgedichtet werden, erklärt Fred Müller.

„In der Turnhalle bauen wir auch gleich einen Prallschutz ein“, erklärt Kugel. Dieser gibt leicht nach, wenn ein Kind darauffällt. In vier bis fünf Wochen soll Kugel zufolge die Fassade der Sporthalle fertig sein. Die Turnhalle soll ebenfalls zu Schuljahresbeginn nutzbar sein.

Rund 130 Kinder aus den Orten rund um Gildenhall werden am Ende von den umfangreichen Sanierungen von Schulhaus und Sporthalle profitieren. So viele Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Einrichtung. Mit den zwei Millionen Euro, die investiert werden, sind Fred Müller und Sabine Kugel recht zufrieden. „Wir schränken uns dabei schon ein“, versichert Müller. Das Vorhaben sei auf das Nötigste reduziert worden. Kinder und Lehrer werden dennoch einen gewaltigen Unterschied merken.

Infokasten (3sp)

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel