Jahrestag: Neuruppiner Klimaaktivisten haben mit Drohungen zu kämpfen

Es beteiligen sich längst nicht nur Jugendliche an den Demonstrationen in Neuruppin.
Eckhard HandkeWährend ihre Familien sie bei ihrem Engagement unterstützen, müssen sich Corvin Drößler, Rosalie Brennecke und Emma Kiehm aus dem Organisationsteam von anderen Menschen immer mal wieder anhören, dass sie Schulschwänzer seien. „Dabei fangen wir mit den Demos extra freitags um 14 Uhr an, wenn für die meisten der Unterricht vorbei ist“, sagt Corvin Drößler.
Diese Kritik ist aber tatsächlich nur die Spitze des Eisbergs. Vor allem in den sozialen Netzwerken kann es auch mal zu Drohungen gegen die Klimaaktivisten kommen. Corvin Drößler, der die Bewegung unter anderem auf Facebook vertritt, berichtet von Menschen, die extra einen Account unter falschem Namen anlegen, um ihm beispielsweise zu schreiben, dass sie ihn gern mal in die Garage einsperren und zeigen würden, wie gut der neue Diesel läuft.
Von all dem lassen sich die Ruppiner nicht abbringen. Sie planen für 2020 viele Veranstaltungen, darunter die Teilnahme am globalen Klimastreik. Anlässlich des Jahrestages gibt es zudem an diesem Freitag einem Demonstrationszug durch Neuruppin. Dieser startet um 10.15 Uhr am Schinkelgymnasium. Um 11 Uhr gibt es eine Kundgebung auf dem Schulplatz.