Katze in Rheinsberg: Sein Leben ist in Gefahr, Schlosskater Sheldon verschwunden

Schlosskater Sheldon ist in Rheinsberg eine kleine Berühmtheit. Jetzt ist das Tier spurlos verschwunden. Sheldon ist krank und benötigt dringend seine Medizin.
AnniKa von Trier- Schlosskater Sheldon aus Rheinsberg ist seit dem letzten Mai-Wochenende verschwunden.
- Der fast 14-jährige Freigänger ist krank und braucht täglich Medizin.
- 2025 nahm ein Tierschutzverein ihn mit; der Chip wurde damals nicht ausgelesen.
- Zuletzt wurde er am 30. Mai beim CSD gesehen – danach fehlt jede Spur.
- Hinweise erbeten an die Halter unter 0171 3521602.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sheldon ist mehr als nur ein Kater. Die Norwegische Waldkatze ist in Rheinsberg eine kleine Berühmtheit und besser als „Schlosskater“ bekannt. Sheldon ist Freigänger und hat sein Revier im weitläufigen Schlosspark. Im Mai 2026 ist er allerdings verschwunden. Auch anderthalb Wochen später fehlt jede Spur. Seine Besitzer machen sich große Sorgen.
Sheldon ist mit seinen inzwischen fast 14 Jahren schon ein alter Herr. Seine Besitzer Markus Kersten und Anne-Rose Gerlach wohnen ganz in der Nähe vom Schlosspark. Dort treibt sich der Kater am liebsten herum. „Um zu wissen, wo Sheldon gerade ist, haben wir ihm ein Profil auf Facebook angelegt“, erklärt Anne-Rose Gerlach.
Dort haben vor allem Touristen immer wieder die Möglichkeit, Fotos von Sheldon hochzuladen. „So wissen wir, dass es ihm gut geht“, sagt Gerlach. Das Profil existiert schon einige Jahre. Sheldon hat über 7300 Follower – ist also ein kleiner Social-Media-Star und eine Art Maskottchen für das Schloss und Rheinsberg.
Tierschutzverein holte Sheldon aus Rheinsberg nach Neuruppin
Dass er mal ein bis zwei Tage nicht nach Hause kommt, ist für Anne-Rose Gerlach nicht ungewöhnlich. Viel länger bleibt Sheldon seinem Zuhause aber nicht fern. 2025 war die Katze dann länger als eine Woche nicht heimgekehrt. Anne-Rose Gerlach klärt auf: Das Tier wurde damals von Passanten gemeldet und vom Tierschutzverein OPR in Verwahrung genommen.
Die Halterin moniert in dem Zusammenhang die Kommunikation zwischen ihr und dem Verein. So habe man Sheldons Chip zwar ausgelesen (dieser enthält in der Regel die Daten des Halters), und seine Identität geklärt, sich aber nicht mit den Haltern in Verbindung gesetzt.
Der Vereinsvorsitzende Marco Schwarz gibt zu, dass die Geschichte etwas unglücklich verlaufen sei. So habe keiner der Beteiligten das Tier gekannt. „Ich wusste nicht, dass der Kater so berühmt ist.“ Der Tierarzt habe den Chip ihm zufolge nicht ausgelesen, wohl aber Sheldons Blutbild erstellt und seine Schilddrüsenüberfunktion erkannt. „Entsprechend konnten wir Sheldon medikamentieren“, sagt Schwarz.

Sheldon bei der Vernissage von AnniKa von Trier in der Remise in Rheinsberg.
AnniKa von TrierDie Halterin hält dagegen. Bei Sheldon sei damals keine Blutentnahme erfolgt. Angebliche Laborwerte, von denen Schwarz den Haltern berichtet haben soll, existierten nachweislich nicht und seien frei erfunden. Erst durch einen anonymen Hinweis aus der Bevölkerung, hätten die Rheinsberger dann erfahren, dass sich der Kater privat bei einer Vereinsmitarbeiterin befinde.
Kater Sheldon zuletzt beim CSD in Rheinsberg gesichtet
Marco Schwarz verweist in dem Zusammenhang darauf, dass seine Mitglieder ehrenamtlich aktiv seien und auch nicht immer alles perfekt machten. Dennoch sei das Tier seiner Ansicht nach in keinem guten Zustand gewesen und gehöre in seinem Alter auch nicht mehr als Freigänger nach draußen.
„Aber Sheldon ist daran gewöhnt. Nur im Haus würde er eingehen“, hält Anne-Rose Gerlach dagegen. Die regelmäßige Medikamentierung ist für Sheldon unerlässlich. „Durch die Schilddrüsenüberfunktion läuft sein Stoffwechsel viel schneller“, erklärt die Halterin. Ohne Medikamente würde der Kater trotz Fütterung letztlich verhungern.
Sämtliche Versuche, Sheldon zu Hause zu halten, seien in der Vergangenheit gescheitert. Auch mit einem GPS-Tracker sei der Kater ausgestattet worden. Der sei dann aber abhanden gekommen. Ansonsten hat Sheldon am Halsband einen Anhänger. Darin befindet sich ein Zettel mit den Kontaktdaten des Halters sowie die Bitte, Sheldon im Schlosspark zu lassen.
„Wegen seines Fells wirkt Sheldon manchmal, als wäre er verwahrlost“, sagt Anne-Rose Gerlach. Das sei aber nicht der Fall. Oft hätten ihn schon Touristen aufgegriffen, was sich dann aber in Wohlgefallen aufgelöst habe. Ganz anders jetzt. Der Kater ist seit dem letzten Mai-Wochenende verschwunden.
Besitzer aus Rheinsberg bieten Belohnung von 500 Euro
Beim Christopher-Street-Day (CSD) am 30. Mai war Sheldon wohl zuletzt gesehen worden. Dann verliert sich seine Spur. Laut Anne-Rose Gerlach soll er wohl Polizisten aufgefallen sein. Im Gespräch mit dem Tierfänger Sven Galle aus Papenbruch (Heiligengrabe) hätten sie aber die Empfehlung bekommen, Sheldon an Ort und Stelle zu lassen.
Mit dem Fall beschäftigt sich nun auch das Netzwerk Pfotenpartner OPR. Die Gruppe um Tina Kowalow aus Neuruppin hat schon bei einigen vermissten Tieren helfen können. „Wir machen uns wirklich große Sorgen“, bittet Anne-Rose Gerlach um Mithilfe aus der Bevölkerung.
Wer Sheldon gesehen oder etwas von ihm gehört hat, kann Hinweise an seine Halter geben unter der Telefonnummer 0171 3521602. Inzwischen bieten die Halter eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise, die zu Sheldon führen.



