"48 Wohnungen der Gemeinde Walsleben können künftig Solarstrom direkt vom Dach beziehen", erklärt Judith Freude, Pressesprecherin von Solarimo. "Mit einer Modulfläche von über 600 Quadratmetern produziert die Mieterstromanlage jährlich circa 115 Megawattstunden Energie." Mit diesem Projekt – ein weiteres ist in der Gemeinde Temnitzquell geplant – soll zum einen das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus gestellt und zum anderen den Bewohnern der kommunalen Mietobjekte ein finanzieller Vorteil ermöglicht werden. Erhofft wird sich eine deutliche Einsparung von Kohlenstoffdioxid (CO2). "Im Vergleich zum normalen deutschen Strommix spart das 72 Tonnen CO2 im Jahr – das entspricht der jährlichen CO2-Bindung von mehr als 5 000 Bäumen", erläutert Judith Freude. "Damit ist Walsleben mit Rheinsberg die zweite Gemeinde in der Region, die sich aktiv dem Klimaschutz widmet und auf Solarenergie in ihren Wohngebäuden setzt."
Weder für die Kommune noch für die Mieter fallen für die Solarmodule Kosten an. "Anders als bei anderen Sanierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen werden bei dem Mieterstromprojekt in Walsleben die Kosten nicht auf die Bewohner umgelegt", so Freude. "Ganz im Gegenteil: Sie sparen 15 Prozent der Stromkosten im Vergleich zum lokalen Grundversorger-Tarif." Ermöglicht werde dies durch die direkte Nutzung des Stroms im Haus. "Dadurch entfallen Netzentgelte und Stromsteuern. Staatlich garantiert wird dies durch das Mieterstromgesetz", erklärt Freude.
Die Gemeinde selbst stellt als Eigentümer der Häuser die Dächer für das Mieterstromprojekt zur Verfügung. "Für die Installation und den Betrieb der Solaranlage fallen weder Aufwand noch Kosten an", so Judith Freude. Solarimo investiert in die Anlage, installiert und betreibt die Module und kümmert sich um den Stromverkauf an die Bewohner. "Besonders in der kommunalen Wohnungswirtschaft ist es schwer, den Spagat zwischen bezahlbarem Wohnen und klimafreundlichen Maßnahmen hinzubekommen. Das Mieterstromprojekt mit Solarimo ist für uns die perfekte Kombination aus beidem – und zusätzlich können wir die zweite Miete unserer Bewohner langfristig senken", freut sich Amtsdirektor Thomas Kresse über den Baubeginn. Da der Anteil des Solarstroms über die Jahre immer gleich günstig bleibt, wirkt der günstige Solarstrom zugleich als Strompreisbremse.