Pandemie
: Land und Kreis OPR korrigieren Corona-Zahlen nach unten

Anders als bisher vermeldet, gibt es in Ostprignitz-Ruppin keine Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Toten werden statistisch dem Landkreis Barnim zugerechnet.
Von
Ulrike Gawande
Ostprignitz-Ruppin
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Corona-Tests am Drive In-Schalter in Neuruppin.

Markus Kluge

So verzeichnete der Landkreis seit dem 12. März nur 82 Corona-Infizierte, die über einen Test ermittelt wurden, sowie drei Patienten, bei denen über einen klinischen Befund die Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert wurde. Bis jetzt war die Verwaltung noch von 89 Fällen ausgegangen, von denen zwei Patienten als verstorben vermeldet wurden. Bei einer landesweiten Überprüfung der Daten stellte sich nun heraus, dass die beiden Verstorbenen sowie zwei weitere Patienten, die alle seit längerer Zeit in einer Pflegeeinrichtung im Barnim untergebracht waren, bereits in der Corona-Statistik des Landkreises Barnim geführt wurden. Um eine Doppelzählung zu vermeiden, sei in diesem Falle von dem sonst üblichen Wohnortprinzip abgewichen worden, erklärte Dagmar Sissolak, so dass für Ostprignitz-Ruppin nun keinen Corona-Toten mehr in der Statistik stehen. Diese Regelung sei mit dem Land abgestimmt worden, erklärte Landrat Ralf Reinhardt (SPD).

Er dankte den Mitarbeitern in der Kreisverwaltung für die während der Corona-Krise geleistete Arbeit. Durch die Erfahrungen sei man nun gewappnet, wenn es wieder zu einer Häufung von Fallzahlen kommen sollte. Reinhardt sprach aber auch ein großes Lob an die Bevölkerung aus, die sich „vorsichtig, kooperativ und einsichtig“ verhalten habe. Doch nur weil sich die Entwicklung der Pandemie verlangsame beziehungsweise aktuell im Kreis zum Stillstand gekommen sei, heiße es nicht, so Reinhardt, „dass alles vorbei ist“. „Es wird weiter Einschränkungen geben, mit denen wir uns im Alltag arrangieren müssen.“

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.