Bis zu seinem Abitur, das er 2011 am Evangelischen Gymnasium in Neuruppin ablegte, lebte Maaß in Lindow. Auch wenn er die Dei-Seen-Stadt anschließend für sein Lehramtsstudium in Richtung Potsdam und später nach Berlin verließ, verbindet ihn auch heute noch viel mit seiner alten Heimat. Schließlich hat er lange für den Verein Grün-Weiß Lindow Fußball gespielt und in seinem letzten Schuljahr sogar die jüngste Jugendmannschaft trainiert. Sein Vater ist zudem sehr engagiert beim Volleyballverein Lindow-Gransee.

Spät politisch aktiv geworden

Sein politisches Interesse sei erst spät geweckt worden, sagt Maaß. "Ich habe mich zwar schon immer gesellschaftlich engagiert, zum Beispiel im Schülercafé des Evis, und ich hatte auch immer ein starkes Gerechtigkeitsgefühl, aber ein aktives politisches Interesse hatte ich nicht", sagt er. Erst nach einem Auslandssemester und der Bundestagswahl 2013 entstand in ihm der Wunsch, politisch aktiv zu werden. Warum die Wahl auf die SPD fiel? "Ich glaube, die Partei hat immer Antworten für eine bessere, gerechtere Gesellschaft gehabt. Ich habe außerdem Geschichte studiert, deshalb ist mir antifaschistisches Engagement wichtig", so der 27-Jährige.
Die Linkspartei sei ihm damals zu sehr Opposition gewesen. "Die SPD hat mehr das Gesamtgesellschaftliche im Blick", sagt er. Auch bei den Berliner Jusos habe er den Anspruch, alle mitzunehmen – auch wenn die Nachwuchsorganisation der Sozialdemokraten sich schon oft deutlich weiter links positioniert hat als die Bundestagsfraktion oder der Kanzlerkandidat Olaf Scholz, und auch schon mal mit Kapitalismuskritik aufwartet.
Peter Maaß kann sich auch ein rot-rot-grünes Bündnis gut vorstellen – vor allem in Berlin. Für seine politische Arbeit in der Bundeshauptstadt hat sich der Lehramtsreferendar einiges vorgenommen. Eines der Themen, die ihm besonders am Herzen liegen, ist die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs. Auch die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt sei ein drängendes Thema.
Zudem möchte er den Austausch zwischen Berlin und Brandenburg verbessern, beispielsweise durch ein besseres öffentliches Verkehrsnetz zwischen der Großstadt und dem ländlichen Raum. Als gebürtiger Lindower kennt er diese Problematik schließlich zu gut, auch wenn er findet, die Drei-Seen-Stadt sei im Vergleich zu anderen Kommunen noch gut an Berlin angebunden. "Auch im Süden von Berlin gibt es Gegenden, da kommt man abends ohne Auto nicht mehr weg", so Maaß. Durch seine Herkunft ist er geradezu prädestiniert dafür, den Austausch zwischen Stadt und Land voranzutreiben. "Ich kenne beide Welten, das urbane Großstadtleben und die Provinz", sagt er.