Das polnisch-brandenburgische Duo Jakub Przygonski/Timo Gottschalk erlebte auf der Route Riad nach Al Qaisumah trotz des positiven Ergebnisses am Donnerstag beileibe keinen optimalen, weil enorm harten Dakar-Tag. Gleich zu Beginn der 456 Kilometer langen Wertungsprüfung wartete eine knifflige Navigation auf die Teilnehmer, die Pryzgonski/Gottschalk zwar mit Zeitverlust, allerdings gut meisterten – die nachfolgenden Mannschaften profitierten von der Vorarbeit der Ersten, zu denen der aktuelle polnische Marathon-Rallye-Meister nach Platz fünf am Vortag zählte.
Durch eine in der Folge solide Fahrt über teils ultra-enge Pfade und Querungen kleinerer Dünen liegen Przygonski/Gottschalk mit etwa einer Stunde Rückstand nun auf Platz vier der Gesamtwertung. Das angestrebte Podiumsresultat bleibt ebenfalls weiter in Reichweite.

Tagesieg geht an de Villiers/Brav

Der Tagessieg ging an ihre Toyota-Markenkollegen Giniel de Villiers/Alex Haro Brav. Die Führung im Gesamtklassement verteidigten Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (Mini).
Jakub „Kuba“ Przygonski zur fünften Etappe: „Die ersten 200 Kilometer haben wir mit der Navigation zu kämpfen gehabt, um die versteckt liegenden Pfade zu finden. Einmal kam uns Carlos Sainz entgegen, dazu Khalid Al-Qassimi und es ist etwas Durcheinander entstanden. Wir freuen uns, das Ziel erreicht zu haben.“
Sein Co-Pilot, der Rheinsberger Timo Gottschalk, erklärte: „Wir sind im Ziel, und das ist heute die beste Nachricht. Eine mega-anstrengende Prüfung. Am Anfang haben wir uns permanent verfahren – nichts hat gepasst –, bis wir herausgefunden haben, dass der Veranstalter im GPS etwas geändert hatte. Diesmal hat sich der Kilometerzähler beim Erreichen der Wegpunkte nicht automatisch angepasst wie bisher, daher hat nie die Distanz gepasst. Dazu waren die Wege schwer zu finden, weil sie kaum zu sehen waren. Dazu ein Reifenschaden. Wir sind zufrieden, nicht so viel Zeit verloren zu haben wie viele andere.“

30 Minuten den Weg gesucht

Die Route von Saudi-Arabiens Hauptstadt sorgte für Kopfzerbrechen für die Beifahrer. An kniffligen Wegpunkten büßten auch Przygonski/Gottschalk zehn Minuten ein, Favoriten wie Sainz/Cruz oder Loeb/Elena verbrachten bis zu 30 Minuten bei der Suche nach dem richtigen Pfad. Zeitweise tat sich eine Gruppe von vier Fahrzeugen beim Finden der Route zusammen.

Gesamtstand Fahrzeuge:
1. Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (Mini) 18:28.02 Stunden
2. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Toyota) 18:34.13
3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (Mini), 19:16.15
4. Jakub Przygonski/Timo Gottschalk (Toyota) 19:32.51
5. Martin Prokop/Viktor Chytka (Ford) 19:38.34
6. Khalid Al-Qassimi/Xavier Panseri (Peugeot) 19:49.23
7. Joan Roma/Alexandre Winocq (Prodrive) 19:52.58
8. Orlando Terranova/Bernado Graue (Mini) 19:58.07