RE6 von Neuruppin nach Hennigsdorf: Betrunkener ohne Ticket löst Einsatz der Polizei aus

Ein Schaffner steht vor einem Zug und hält ein Gerät zur Fahrkartenkontrolle. Immer öfter werden Zugbegleiter von Fahrgästen angegriffen – so nun auch am 11. März zwischen Neuruppin und Hennigsdorf. (Symbolbild)
Franz-Peter Tschauner/dpaEine Zugbegleiterin musste im RE6 von Neuruppin nach Hennigsdorf vor einem randalierenden Fahrgast flüchten. Dieser hatte sich der Fahrschein–Kontrolle entziehen wollen und löste letztlich einen Einsatz der Polizei aus. Über den Fall, der sich am Montag (11. März 2024) ereignete, informierte die Polizeiinspektion Oberhavel.
Laut Kriminalhauptkommissar Frank Scholz, Sachbearbeiter Führungsdienst, sperrte sich der 19–jährige Tatverdächtige während der Zugfahrt vom Bahnhof Neuruppin beginnend durchgehend auf der Toilette des Regionalexpresses ein. „Nachdem er die Tür auch nach mehrmaligem Klopfen der Zugbegleiterin nicht geöffnet hatte, wurde diese vor der Einfahrt in den Bahnhof von Hennigsdorf von außen geöffnet.“
Die Zugbegleiterin fragte den jungen Mann, bei dem es sich um einen Ukrainer handelt, nach einem gültigen Fahrschein. Diesen konnte er nicht vorlegen.
Mann trat mehrfach gegen Tür
Der alkoholisierte Mann verließ in der Folge den Toilettenbereich und schrie die Geschädigte lautstark in seiner Muttersprache an. Die Geschädigte flüchtete daraufhin zum Zugführer, wohin ihr der Tatverdächtige folgte.
Dort trat er nach Angaben der Polizei mehrfach gegen die Tür der Fahrerkabine und forderte die Geschädigte auf, herauszukommen.
Am Bahnhof von Hennigsdorf wollte er sich dann alarmierten Polizeibeamten entziehen, woraufhin er zu Boden gebracht wurde. Ein verständigter Notarzt ordnete nach Klärung des Sachverhaltes und Überprüfung der geistigen Verfassung, eine Zwangseinweisung des Beschuldigten an.


