Silvester in Neuruppin
: 17-Jähriger flieht mit Sprung vom Balkon vor Polizei

In Neuruppin eskalierte eine Silvesterfeier. Als die Polizei eintraf, wollte ein 17-Jähriger wohl mit einem Sprung vom Balkon flüchten. Wie der Einsatz endete.
Von
Christian Bark
Neuruppin
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Balkon - Symbolbild: ARCHIV - 25.06.2020, Sachsen, Dresden: Blick auf die Balkone eines Wohnhauses mit 22 neugebauten Wohnungen. (zu dpa: «Wohnraumförderfonds - bisher 96 Millionen Euro bewilligt») Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Neuruppin ist ein 17-Jähriger wohl vor der Polizei geflüchtet und dabei von einem Balkon gesprungen. Er wurde schwer verletzt. (Symbolbild)

Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
  • In Neuruppin sprang ein 17-Jähriger bei einer Polizeikontrolle vom Balkon und wurde schwer verletzt.
  • Die Polizei wurde wegen Nazi-Parolen gerufen; der Jugendliche wollte fliehen.
  • Der Jugendliche wurde ins Krankenhaus gebracht; Ermittlungen laufen.
  • Anzeige wegen verfassungswidriger Kennzeichen aufgenommen.
  • Anwesende Minderjährige wurden den Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Neuruppin ist am Neujahrsmorgen ein 17-Jähriger bei einem Sturz vom Balkon schwer verletzt worden. Der Jugendliche hatte sich offensichtlich einer Polizeikrontrolle entziehen und über den Balkon flüchten wollen. Die Beamten waren von Nachbarn gerufen worden, weil jemand in der Wohnung Nazi-Parolen gegrölt hatte.

Gegen 2.15 Uhr hatten Anwohner aus einer Wohnung an der Rosa-Luxemburg-Straße Ausrufe wie „Sieg Heil“ vernommen und daraufhin die Polizei verständigt. Als die Beamten auf der Silvesterfeier auftauchten und den Sachverhalt klären wollten, war einer der Partygäste augenscheinlich geflohen und vom Balkon gesprungen. Das teilte die Polizeidirektion Nord in Neuruppin am Donnerstag (2. Januar 2025) mit.

Partygäste in Neuruppin wollen sich nicht zu Nazi-Parolen äußern

Der 18-jährige Bewohner der Wohnung hatte gegenüber der Polizei angegeben, dass einer seiner Gäste die Ausrufe getätigt haben soll. Jedoch hatte sich keiner der Partygäste zu dem Sachverhalt äußern wollen. Insgesamt befanden sich sieben Besucher in der Wohnung des 18-Jährigen.

Die anwesenden Minderjährigen wurden an Erziehungsberechtigte übergeben. Es wurde eine Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen, wie Polizeisprecher Joachim Lemmel informierte. „Das kann mit Haftstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen geahndet werden“, erklärte er.

Silvester in Neuruppin: Jugendlicher kam ins Krankenhaus

Im Nachgang hatte ein Anwohner am selben Tag noch die Beschädigung seiner Gartenbank angezeigt, der Blut anhaftete. Erst durch die Rettungsleitstelle wurde bekannt, dass ein stark alkoholisierter 17-Jähriger aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin an Neujahr mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Neuruppin eingeliefert worden war.

„Erste Ermittlungen ergaben, dass der Jugendliche sich unter den Partygästen befand und beim Eintreffen der Polizei aus der Wohnung gesprungen sein könnte“, so Joachim Lemmel. Von der Einwirkung Dritter auf den 17-Jährigen gehe die Polizei bislang nicht aus. Die Ermittlungen dauerten an. „Der Jugendliche ist schwer verletzt, aber ansprechbar“, sagte der Polizeisprecher.