Teilnehmerrekord
: Neuruppiner demonstrieren für mehr Klimaschutz

Rund 1 000 Menschen beteiligen sich am 20. September an den Fridays-for-Future-Protesten in der Fontanestadt – so viele Menschen wie noch nie.
Von
Ulrike Gawande
Neuruppin
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Klimastreik: Von der Fontaneschule bis zum Schulplatz zogen die Demonstranten von Fridays for Future durch Neuruppin. Aber nicht nur Schüler waren unterwegs, sondern auch viele Erwachsene. Mehr Fotos unter www.moz.de

Eckhard Handke

Bereits 500 Teilnehmer waren an der Fontaneschule gestartet, um für ein besseres Klima zu kämpfen. Weitere kamen im Laufe des Demonstrationszuges durch die Stadt hinzu. „Weltweit streiken Menschen in 149 Ländern bei 5 449 Veranstaltungen. Alleine in Deutschland sind es 575 Streiks. Und wir sind ein Teil dieser Bewegung“, rief Rosalie Brennecke den Teilnehmern des Protestes zu. „Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle“, fuhr sie fort – und alle stimmten lautstark in ihre Forderung ein. Corvin Drößler, Ex-Landtagskandidat der Partei, las einen Brief vor, der aus Sicht des Waldes geschrieben war. „Ich verhalf euch zum Leben, ihr mir zum Sterben.“ Der größte Schädling für den Wald sei der Mensch, so Drößler. „Wir müssen unser Konsumverhalten ändern.“

Zahlreiche Redner sprachen zu den Demonstranten, aber auch mit Musik wurde sich für mehr Klimaschutz eingesetzt. Neben dem Kammerchor der Evangelischen Schule, der das Lied „Horch, was kommt von draußen rein“ in „Was kommt aus dem Auspuff raus“ umgedichtet hatte, und dem Chor der Schinkelgymnasiums, der für einen Klimaschutz-Kanon die Menschen vor der Bühne mitsingen ließ, standen auch andere Musikgruppen auf der Bühne. „Ich finde es toll, dass nicht nur in Berlin, sondern auch auf dem Land die Menschen mitmachen“, begeisterte sich Lea Rosenau aus Neuruppin, die in der Hauptstadt studiert und bei der Demo mit einem Lied über die Folgen des Klimawandels zum Mitsingen aufrief. Erstmals zeigte sich auch eine Fraueninitiative aus Neuruppin, der Generation 40 Plus. Ihr sei es wichtig, sich für das Thema Klimaschutz Zeit zu nehmen, sagte Petra Schirge aus Zühlen.