Tischtennis: Rot-Weiß triumphiert bei Grün-Weiß

Zweiter in der Vierergruppe: Aus zeitlichen Gründen verzichtete der Gastgeber vom Lindower SV Grün-Weiß auf die beiden möglichen Halbfinals.
Matthias Haack740804
Thomas Herrmann aus der Lindower Abteilung Tischtennis überreichte nach einem wiederum langen Turnier, das über acht Stunden ging, den Cup an Detlef Stoltz. Im Finale gegen den RSV Maulwürfe hatten die beiden Doppel den Grundstein gelegt. Dann folgten in der ersten Einzelrunde zwei weitere Punkte für Rot-Weiß, aber auch zwei Niederlagen. Frank Seemann rang Robert Harder in fünf Sätzen nieder, und Alexander Jank fügte Wolfgang Krüger eine Dreisatz-Niederlage zu. Krüger sorgte mit dem 3:2 gegen Fred Müller für eine kleine Überraschung. Da auch Neuling Matthias Schuster sein Spiel gegen Seemann durchbrachte, fehlte nur noch ein Sieg. Den steuerte Stoltz bei, als er Thang zwar den ersten Satz (5:11) überließ, jedoch die folgenden (11:9, 11:7, 11:7) gewann.
Dass der Gastgeber Bronze holte, freute Teamchef Peter Pfister gewaltig. „Wir sind ohne unsere ganz starken Spieler angetreten.“ Den Podestrang verpasste der SV Protzen wegen der 1:6-Niederlage gegen Lindow II. Lediglich Uwe Wildenhein punktete (gegen Siegfried Pikarski in vier Sätzen). Für strahlende Gesichter sorgten die Unioner. Sie stellten den beiden Routiniers Marko Wolf und Roland Wagner drei Talente an die Seite. Trainer Detlef Wiese: „Solch ein Turnier ist ideal für die Jugend. Wir werfen sie einfach mal rein.“ Gregor Gottschall (14), Robert Neumann (13) und Fritz Meyer (12) sind das, die Spielpraxis sammeln konnten. Der Zwölfjährige, Enkel vom Wustrauer Urgestein Helmut Jantz, ist damit Jüngster in der Sporthalle gewesen. Den Rekord für den Ältesten hielt Manfred Kohlmeyer vom RSV Maulwürfe: Obwohl schon 73 Jahre, ließ er es sich nicht nehmen, seine persönliche Tradition fortzusetzen. „Ich bin heute zum 26. Mal dabei, also immer“, sagte er mit dem Stift in der Hand. Er füllte Spielformulare aus und war hautnah dabei, als seine Mannschaften ihre Platzierungsspiele verloren.
Einer aus der Tischtennis-Familie musste frühzeitig das Turnier verlassen: Denny Lezynski (Fehrbellin) zog sich im dritten Tagesspiel eine Muskelverletzung in der linken Wade zu. „Weder als Fußballer noch im Tischtennis hatte ich je eine größere Verletzung“, blickte er zurück. Jetzt aber mit 39 Jahren kamen gleich zwei Rückschläge in Folge: Drei Monate hatte er nach einem Meniskusriss im rechten Knie ausgesetzt – nach 33 Jahren verletzungsfreier Karriere als Fußballer für den SV Protzen. Und nun im vierten Jahr an der Tischtennisplatte einen Faserriss. „Zwei Wochen Pause, dann bin ich wieder fit“, sagte er nach der Untersuchung in den Ruppiner Kliniken. Rainer Wilde sprang für Denny Lezynski ein.
