Hierbei ist der 13. März als Stichtag entscheidend. Die Tabellen werden zum jeweiligen Zeitpunkt der Aussetzung der Saison als Abschlusstabelle gewertet. In einer entsprechenden Mitteilung auf der TTVB-Homepage heißt es: "In den vergangenen 14 Tagen gab es sowohl in den zuständigen TTVB-Gremien als auch mit den anderen Landesverbänden und dem DTTB einen intensiven Austausch zur Wertung und zu den Folgewirkungen des ausgesetzten bzw. eingestellten Mannschaftsspielbetriebs." Es wurde sich auf eine bundesweit einheitliche Verfahrensweise geeinigt. Weiterhin heißt es: "Dabei war allen auch klar, dass die abgestimmte Verfahrensweise nicht allen Mannschaften/Vereinen gerecht werden wird (und in dieser besonderen Krisensituation leider auch nicht sein kann)."
In den Abschlusstabellen auf Landesebene werden zahlreiche Ruppiner Vereine auf den Spitzenplätzen gelistet. Doch wollen diese auch ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen? Und mit wie vielen Mannschaften planen die Vereine für das neue Spieljahr?
2. Landesklasse
Meister SV 90 Fehrbellin II hat seine Absicht, in der kommenden Spielzeit in der 1. Landesklasse bleiben zu wollen, bereits klar hinterlegt (wir berichteten). Das Aufstiegsrecht soll nicht wahrgenommen werden, wie Abteilungsleiter Sebastian Voyé bestätigt. Anders ist der Fall bei der Dritten (3. Landesklasse) gelagert. Aktuell plant der SV 90 mit vier Teams für die neue Saison.
Auf Platz zwei, dem Relegationsplatz, beendet die erste Mannschaft des SV Union Neuruppin die Saison 2019/2020. Da die Relegationsplätze unberücksichtigt bleiben, steht den Neuruppinern faktisch kein Aufstiegsrecht zu, doch sie kämen als Nachrücker für die verzichtenden Fehrbelliner ins Spiel. "Selbst wenn wir aufsteigen dürften", so Abteilungsleiter Detlef Wiese, "sind wir uns aktuell noch nicht darüber im Klaren, ob wir das auch machen würden." Für Spitzenmann Patrick Pischel "wäre das wohl eine feine Sache", räumt Wiese ein. "Er würde gerne mit dieser Mannschaft aufsteigen." Die Unioner liebäugeln jedoch damit, in der neuen Saison weiterhin in der 2. Landesklasse aufzuschlagen, um "dann als sportlicher Meister den damit verbundenen Aufstieg anzupeilen", ließ Wiese durchblicken. Die zweite Unioner Mannschaft hat sportlich den Aufstieg zur 3. Landesklasse verpasst, könnte jedoch als Tabellenzweiter als Nachrücker von einem möglichen Verzicht des Meisters Wustrau II profitieren. Der SV Union will den Verbandstag Mitte Mai abwarten, um sich dann für die neue Saison aufzustellen. "Stand jetzt", so Wiese, "planen wir, wieder fünf Teams zu melden." Unter anderem sollen dann in der 2. Kreisklasse sollen dann ein Jugendteam und eine Alt-Herren-Mannschaft starten. Der obligatorische Unioner Spieler-Treff im Mai sowie das interne Ranglistenturnier werden in diesem Jahr wohl entfallen. Wiese: "Wir werden die Mannschaften aller Voraussicht nach mittels der aktuellen QTTR-Werte bilden." Thomas Buge (Union I) hat bereits angekündigt, eine einjährige Auszeit nehmen zu wollen. Matthias Pohl aus der ersten Reserve könnte für ihn aufrücken. Wiese deutet zudem an: "Es ist möglich, dass wir noch Zugänge bekommen." Er spricht von "absoluten Verstärkungen", wollte jedoch keine Namen nennen.
Beim SV Protzen nimmt man das vorzeitige Saisonende gelassen hin. Auf Platz sechs liegend, befinden sich Kapitän Dietmar Krüger und Co. im Niemandsland der Tabelle. "Selbst wenn wir eine Top-Platzierung hätten, wäre für uns ein möglicher Aufstieg sowieso nicht in Frage gekommen", sagt Müller. Er blickt auf eine "katastrophale Hinrunde" zurück, da die Wustrauer oftmals nur zu dritt antreten konnten. Fred Ringgenberg fehlte aufgrund einer Schulterverletzung. Erst mit der Rückkehr von Martin Ringgenberg aus Fehrbellin gab es wieder Aufwind. "In der Rückrunde hatten wir bislang gut gespielt. Wir wollten hintenraus die Favoriten noch ein wenig ärgern", gibt er die geplante Devise preis. "Wir hätten ja auch das Zünglein an der Waage sein können." Denn die Protzener hätten noch gegen Union und Perleberg gespielt. Für die kommende Saison sei die erste Protzener Mannschaft mit Ronald Mrosek, Martin Ringgenberg, Ulf Ringgenberg und Dietmar Krüger "bestens aufgestellt". Auf absehbare Zeit soll auch Fred Ringgenberg wieder einsteigen. "Ungewiss", so betont es Krüger, "ist es jedoch, ob es auch weiterhin eine zweite Mannschaft geben wird." Denn Uwe Wildenhain und auch Cornelia Schmidt liebäugeln damit, kürzertreten zu wollen. Krüger: "Da warten wir mal die weitere Entwicklung ab." Nun sei ja eh erst mal Pause – bis September.
3. Landesklasse
In dieser Spielklasse belegen zwei Ruppiner Teams die beiden Aufstiegsplätze: Fehrbellin III und der TSV Wustrau. "Wir wollen es eine Liga höher probieren. Alle im Team haben sich dafür ausgesprochen", erklärte 90er-Kapitän Sebastian Voyé. Und auch die Wustrauer suchen die sportliche Herausforderung eine Liga höher. Laut Abteilungsleiter Christian Klein, zudem Spieler der TSV-Ersten, "ist der einhellige Tenor bei uns, dass wir aufsteigen wollen. Das war schon über die Saison hinweg unser Ziel." Gerade die neue Nummer eins, Sebastian Fölkel, sei ganz heiß darauf, eine Liga höher aufschlagen zu dürfen. "Wir sind personell auch gut aufgestellt." Klein räumt ein, dass der TSV vom vorzeitigen Saisonende "ein Stück weit profitiert. Wir hätten ja noch ein Spiel gegen den Dritten Neustadt V gehabt." Auch gegen Wittenberge III wäre noch ein hartes Stück Arbeit auf sein Team zugekommen. Unklar ist bei den Wustrauern hingegen, ob auch die zweite Mannschaft, Meister in der 1. Kreisklasse, ihr Aufstiegsrecht zur 3. Landesklasse wahrnimmt. "Da müssen wir uns noch einmal beraten", so Klein. In jedem Fall will der TSV Wustrau auch in der neuen Spielzeit mit fünf Teams im Spielbetrieb vertreten sein. Mindestens ein Team auf Landes-, die übrigen auf Kreisebene.

Die Tischtennis-Saison 2019/2020 ist beendet / Wertung vorgenommen


Der Tischtennis-Verband Brandenburg hat die wichtigsten Eckpunkte auf seiner Homepage bekanntgegeben.

1. Die Spielzeit 2019/2020 wird per sofort beendet (es werden auch keine Relegationsspiele mehr zur Austragung kommen).

2. Die damit jetzt beendete Spielzeit 2019/2020 wird anhand der zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussetzung der Spielzeit gültigen Tabelle gewertet (Abschlusstabelle).

3. Die in diesen Abschlusstabellen auf den Auf- und Abstiegsplätzen (Relegationsplätze unberücksichtigt) befindlichen Mannschaften steigen auf bzw. ab.

4. Entscheidungen zum Umgang der in den Abschlusstabellen auf den Relegationsplätzen befindlichen Mannschaften trifft jeder Landesverband bzw. der DTTB je nach Zuständigkeit für die jeweiligen Spielklassen für sich.

5. An den Vorgaben und Terminen zur Planung der Spielzeit 2020/2021 wird festgehalten. Die unter Punkt 4 genannten Entscheidungen zum Umgang der in den Abschlusstabellen auf den Relegationsplätzen befindlichen Mannschaften werden im TTVB in den dafür zuständigen Gremien (Sport- bzw. Jugendausschuss und die LB-Ausschüsse) intensiv beraten, festgelegt und schnellstmöglich veröffentlicht (spätestens bis 20. April 2020).

Zusatz: Der DTTB hat auf seiner Homepage Fragen und Antworten zu den Hintergründen der Regelung für den Mannschaftsspielbetrieb in der Corona-Krise zur Verfügung gestellt. Diese Infos sollen allen helfen, die getroffenen Entscheidungen nachvollziehen zu können. red