Bei einer Kollision von Motorrädern sind am Samstag, 17. September, auf einem stillgelegten Flugplatz bei Wittstock drei Männer ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Polizei Ostprignitz-Ruppin am Abend sagte, seien zwei Motorräder mit den jeweiligen Fahrern und einem Sozius, also einem Beifahrer, aus bislang noch ungeklärter Ursache zusammengestoßen. Die Verunglückten waren 35, 46 und 47 Jahre alt und stammten aus Wittstock, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Weitere Menschen wurden nicht verletzt. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht abschließend aufgeklärt.

Fotoshooting fand an anderer Stelle auf dem Gelände statt

Rettungskräfte versuchten, die Verletzten zu reanimieren. Sie erlagen jedoch ihren Verletzungen am Unfallort. Vor Ort waren auch ein Sachverständiger sowie Notfallseelsorger im Einsatz.
Offenbar waren noch etwa 50 weitere Personen vor auf dem Gelände. „Der ehemalige Flugplatz ist extrem weitläufig, sodass keiner den Tathergang beobachtet hat“, erklärt das Polizeihauptkommissar Thomas Röper, Wachdienstführer der Polizeiinspektion OPR am Sonntagnachmittag. Die Hauptgruppe auf dem ehemaligen Flugplatz sei dort zu einem Fotoshooting versammelt gewesen. Dass die Verunglückten mit dem Fotoshooting zu tun hatten, sei aufgrund es räumlichen Abstands eher unwahrscheinlich, so Röper.
Tödlicher Unfall bei Wittstock/Dosse War eine Mutprobe Schuld am Tod der drei Biker?

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Die Kriminalpolizei ermittelte noch und müsse die Spuren „wie Teile eines Puzzles nach und nach zusammensetzen, um herauszufinden, was passiert ist“, sagt der Hauptkommissar. Sagen könne er bisher nur, dass es sich bei dem Treffen der Motorradfahrer nicht um keine angemeldete Veranstaltung gehandelt habe.
Der ehemalige Militärflugplatz Alt Daber bei Wittstock (Kreis Ostprignitz-Ruppin) wurde bis 1994 von der sowjetischen Armee genutzt.

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