Unfälle auf A10 und A24
: Ein Toter und mehrere Verletzte auf Autobahnen in Oberhavel und OPR

Ein geplatzter Reifen, Unaufmerksamkeit und überhöhte Geschwindigkeit führten zu mehreren Verkehrsunfällen auf den Autobahnen A10 und A24. Dabei kam ein Mensch ums Leben.
Von
Christian Bark
Brandenburg
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Ein Transporter ist am 14. Juli 2024 bei Oberkrämer auf der A10 mit einem Smart zusammengestoßen.

Ein geplatzter Reifen, Unaufmerksamkeit und überhöhte Geschwindigkeit führten zu mehreren Verkehrsunfällen auf der A10 und A24: Ein Transporter ist bei Oberkrämer auf der A10 mit einem Smart zusammengestoßen.

P. Neumann

Am Wochenende ereigneten sich auf den Autobahnen 10 und 24 in Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel gleich mehrere Unfälle mit teils tragischem Ausgang. Am Freitagabend, 12. Juli 2024, war auf der A10 in Fahrtrichtung Berlin zwischen der Anschlussstelle Oberkrämer und dem Dreieck Havelland ein Mensch ums Leben gekommen.

Der Fahrer eines Transporters war ungebremst in den Anhänger eines Lkw gerast. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die Autobahn war bis Samstagfrüh in Richtung Berlin gesperrt gewesen.

Mit leichten Verletzungen kam ein Pkw-Fahrer am Samstag, 13. Juli, gegen 12.20 Uhr bei einem Auffahrunfall auf der A24 zwischen den Anschlussstellen Fehrbellin und Neuruppin Süd in Richtung Hamburg davon.

Er war im dichten Stau auf der linken Fahrspur mit überhöhter Geschwindigkeit in einen vor ihm stehenden Pkw gefahren. Dieser fuhr durch die Wucht wiederum in einen vor ihm stehenden Pkw auf. Die A24 war in Fahrtrichtung Hamburg für 30 Minuten gesperrt gewesen.

Vier Autos stoßen auf A10 bei Mühlenbeck zusammen

Nur eine knappe Stunde später gab es auf der A24 gegen 13.14 Uhr, diesmal zwischen dem Dreieck Wittstock und der Anschlussstelle Herzsprung in Richtung Berlin den nächsten Verkehrsunfall.

Hierbei war der Fahrer eines Pkw mit Anhänger beim Fahrstreifenwechsel auf die linke Spur mit einem anderen Pkw seitlich zusammengestoßen. Verletzt wurde niemand, den Sachschaden an beiden Fahrzeugen schätzt die Autobahnpolizei in Walsleben auf rund 2000 Euro.

Beim Ausscheren hatte am Samstag, 13. Juli 2024, gegen 17.20 Uhr ein 42-jähriger Pkw-Fahrer auf der A10 an der Anschlussstelle Mühlenbeck in Fahrtrichtung zum Dreieck Pankow einen Verkehrsunfall verursacht.

Er hatte den Nachfolgeverkehr bei seinem Überholvorgang vom mittleren Fahrstreifen nicht beachtet. Dabei war er auf dem linken Fahrstreifen seitlich mit einem bereits dort fahrenden anderen Pkw. Dieser Pkw stieß in der Folge gegen die Mittelschutzplanke, prallte dort ab und stieß gegen einen rechts daneben fahrenden Pkw.

Einem Transporter ist am 14. Juli ein Reifen geplatzt, wonach er mit einem Smart zusammenstieß.

Einem Transporter ist am 14. Juli ein Reifen geplatzt, wonach er mit einem Smart zusammenstieß.

P. Neumann

Der Unfallverursacher war nach dem Zusammenstoß hingegen zur rechten Seite weg gedriftet und dort mit einem auf dem mittleren Fahrstreifen fahrenden Pkw zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden insgesamt sechs Personen leicht verletzt und in umliegenden Krankenhäusern behandelt worden.

Die A10 in Richtung Prenzlau war für 55 Minuten voll gesperrt worden, im Anschluss wurde der Verkehr über zwei verbleibende Fahrspuren um die Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Autobahnpolizei Walsleben schätzt den Sachschaden auf 55.000 Euro.

Fahrer im Dreieck Wittstock durch Handy abgelenkt

Am Sonntag, 14. Juli 2024, war ein Pkw-Fahrer auf der A24 zwischen der Anschlussstelle Pritzwalk und dem Autobahndreieck Wittstock in Richtung des Dreiecks von der Fahrbahn abgekommen. Der Unfall ereignete sich im Baustellenbereich gegen 9 Uhr.

Der Fahrer war nach Aussage der Polizei durch Nutzung seines Mobiltelefons derart abgelenkt gewesen, dass er rechts von der Fahrbahn abgekommen war. Hier kollidierte er mit drei Warnbarken. Verletzt wurde der Fahrer nicht, der Sachschaden liegt laut Polizei bei etwa 1000 Euro.

Ebenfalls am 14. Juli war gegen 12 Uhr ein Transporter mit einem Smart-Pkw auf der A10 zwischen dem Dreieck Havelland und der Anschlussstelle Oberkrämer in Richtung Prenzlau zusammengestoßen.

Dem auf der mittleren Fahrspur fahrenden Transporter war ein Vorderreifen geplatzt, weshalb das Fahrzeug nach rechts driftete und mit dem Smart zusammenstieß. Dabei wurde die Smart-Fahrerin leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei Walsleben auf 7000 Euro. Die A10 in Richtung Prenzlau musste kurzzeitig gesperrt werden, ist nun aber wieder frei.

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