Verfolgung durch Polizei: 18-Jähriger flieht bei Neuruppin mit VW über Stock und Stein

Absolut kein Interesse, auf das Stopp-Signal der Polizei zu reagieren, hatte in der Nacht zu Sonnabend ein 18-Jähriger in Kerzlin. Die Polizei lieferte sich mit ihm eine länger dauernde Verfolgung. Am Ende wurde klar, weshalb der junge Mann vor den Beamten geflohen war. (Symbolbild)
Marijan Murat/dpa- Polizei verfolgt 18-Jährigen mit VW-Transporter bei Neuruppin.
- Fahrer ignorierte Stopp-Signal und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit.
- Flucht führte über Straßen, Felder und Wiesen.
- Fahrzeug ohne Zulassung und Versicherung, Kennzeichen vom VW Polo.
- Polizei stellte den Transporter sicher; Ermittlungen laufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Manchmal ist es in der Nacht auf den Dörfern zwischen Neuruppin und den Dörfern des Temnitz-Amtes so ruhig, dass die Polizeistreifen fast in eine Art Langeweile verfallen. Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb sich Beamte am Freitag (7. März) gegen 22.20 Uhr entschlossen, in Kerzlin einen VW-Transporter anzuhalten und einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Einen konkreten Grund dafür gab es nicht. Allerdings lieferte der Fahrer diesen postwendend nach.
Wie es sich später herausstellte, war es ein 18-Jähriger aus der Prignitz, der das Haltesignal ignorierte und sofort beschleunigte. Die Polizei meldete, dass sich der Fahrer „mit rasanter Geschwindigkeit“ Richtung Wildberg entfernte. Dabei soll er, so hieß es auf Nachfrage bei der Polizei, die Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde deutlich überschritten haben.
In rasantem Tempo durch die Temnitz-Dörfer
Die Polizeistreife blieb ihm zwar auf den Fersen, konnte den temposchnellen VW-Transporter aber nicht stoppen. Weiter ging die Verfolgungsfahrt durchs nächtliche Rohrlack, durch Garz und Manker bis kurz vor Lüchfeld. Dort hielt sich der Fahrer für besonderes schlau, indem er die Fahrbahn verließ und die Flucht mit seinem Transporter über mehrere Felder und Wiesen fortsetzte.
Das glückte ihm auch für einige Kilometer. Doch kurz vor Stöffin fuhr er sich auf einer Wiese fest. Dort wurde den Beamten auch bald klar, weshalb der 18-Jährige kein Interesse an einer Polizeikontrolle gehabt hatte.
Den VW-Transporter, so gab der Fahrer an, habe er erst Stunden zuvor in Sachsen gekauft. Da er für das Fahrzeug weder eine Zulassung noch eine Versicherung besaß, hatte er das Kennzeichen von einem VW Polo angeschraubt. Dieses wiederum stammt von einem in Sachsen-Anhalt zugelassenen Fahrzeug. Insgesamt dauerte der Einsatz zweieinhalb Stunden.
Der Versuch, mit dem falschen Kennzeichen unauffällig nach Hause zu kommen, scheiterte allerdings. Die Polizei stellte den Transporter sicher. Gegen den 18-Jährigen wird nun wegen eines verbotenen Kfz-Rennens und wegen Missbrauchs eines Kennzeichens ermittelt.
