Nach mehreren Vogelgrippe-Fällen bei Wildvögeln in Brandenburg – unter anderem bei einem Kranich in Ostprignitz-Ruppin – wurde jetzt in einem Geflügelbestand im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern, nahe der Landesgrenze zu Brandenburg am Dienstag der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt. Daher muss auch in Ostprignitz-Ruppin ein Beobachtungsgebiet eingerichtet werden. Das teilte der Landkreis am Donnerstagnachmittag mit: „Das einzurichtende Beobachtungsgebiet erstreckt sich über die Landesgrenze in den Landkreis Ostprignitz-Ruppin.“

Beobachtungsgebiet im Norden von OPR

Betroffen von dieser Maßnahme sind Geflügelhalter in den Gemarkungen Berlinchen, Sewekow, Dranse, Schweinrich sowie in Zempow und in der Gemarkung Flecken Zechlin. „Aktuell wird durch die Amtstierärztin des Landkreises Ostprignitz-Ruppin eine entsprechende Allgemeinverfügung für das Beobachtungsgebiet mit den notwendigen Anordnungen zum Schutz der Geflügelbestände erlassen“, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Alle Gänse, Enten, Hühner und andere Vögel müssen in den Stall

So müsse das gesamte Geflügel in diesen Bereichen jetzt in die Ställe gebracht werden. „Außerdem sind die Biosicherheitsmaßnahmen streng einzuhalten und Geflügelausstellungen oder –märkte sind verboten“, teilte die Kreisverwaltung mit. Ebenso dürfen jetzt weder Geflügel noch Geflügelerzeugnisse aus diesem Gebiet noch in dieses Gebiet gebracht werden. „Ausnahmen können nur schriftlich bei der Amtstierärztin beantragt werden“, heißt es vom Kreis.

Tierhalter müssen ihr Geflügel in Neuruppin melden

Sollten Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht der Amtstierärztin gemeldet haben, muss dies unverzüglich unter der Nummer 03391 6883954, per Fax an 03391 6883904 oder per E-Mail an veterinaeramt@opr erfolgen.