Im Landkreis wurde die Stallpflicht für Geflügel seit Sonntag, 13. Dezember, wegen der Geflügelpest deutlich ausgeweitet. Bisher mussten Enten, Gänse Hühner und andere Vögel bereits in Berlinchen, Sewekow, Dranse, Schweinrich, Zempow und Flecken Zechlin wegen eines Vogelgrippe-Falls in einem Geflügelbestand in Mecklenburg-Vorpommern in den Stall.

Auch in Rägelin und Lindow muss das Geflügel in den Stall

Jetzt müssen auch Tiere in Bereichen der Gemeinde Wusterhausen, in den Ämtern von Neustadt und Heiligengrabe, Teilen von Kyritz und Wittstock sowie in der Gemarkung Gühlen-Glienicke der Stadt Neuruppin in den Gehegen bleiben. Selbes gilt für Geflügel in den Gemarkungen Basdorf, Lindow und Klosterheide sowie in Rägelin.
Hintergrund für diese vom Landkreis angeordnete Stallpflicht sind Meldungen von infizierten Wildvögeln, darunter war auch in Kranich, der in Ostprignitz-Ruppin gefunden wurde. Diese zunehmenden Infektionen erhöhen das Risiko, dass der Erreger in Hausgeflügelbestände eingeschleppt wird. Geflügelhalter müssen außerdem die Desinfektionseinrichtungen an den Stallzugängen in Gebrauch nehmen sowie Erkrankungen im Bestand oder erhöhte Tierverluste dem Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft melden. Auch Geflügelausstellungen oder -märkte sind verboten.

Ausnahmen genehmigt nur der Amtstierarzt in Neuruppin

Ausnahmen können nur schriftlich beim Amtstierarzt beantragt werden. Bei Verstößen gegen die Tierseuchenallgemeinverfügung droht ein Bußgeld. Sollten Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht gemeldet haben, hat dies unverzüglich unter der Nummer 03391 6883954, per Fax an 03391 6883904 oder per E-Mail an veterinaeramt@opr zu erfolgen.