Sechs Spiele, sechs Siege – die Bilanz des SV Lindow-Gransee kann sich mehr als sehen lassen. Der Staffelsieger der im März abgebrochenen Saison bleibt auch jetzt das Spitzenteam der 2.  Bundesliga. Hatte das Team um Trainer Peter Schwarz am Sonnabend noch Mühe mit Mondorf und wurde in den Tie-break gezwungen, so  war es am Sonntag ein leichterer Gegner.

Bärenstarke Aufgaben

Wie ein Tabellensiebter spielte TuS Mondorf am Sonnabend absolut nicht beim Ersten auf. Ausgestattet mit bärenstarken Aufgaben forderte die Mannschaft aus dem Großraum Köln-Bonn den Heimsechser mehr als im lieb war. Zwar wendete Lindow-Gransee die drohende Niederlage nach dem verlorenen ersten Satz ab und gewann beide folgende. Im dritten imponierte der Staffelsieger mit klasse Annahmen und bestechenden Angriffen. Doch der Aufsteiger aus der Vorsaison zerfiel dann nicht, wie es vielleicht typisch für eine Mannschaft wäre, die beim Staffelsieger einen Vorsprung verspielte.

Extreme Wucht von Göbert

Auch wenn Diagonalangreifer Felix Göbert Punkt für Punkt mit extremer Wucht holte und Zuspieler Marcin Kapusniak mit viel Auge seine Angreifer suchte – Mondorf gehörte im vierten Satz das Schlussdrittel. Damit hatte sich jedes Team einen Punkt bereits verdient. Dass der Tiebreak an Lindow-Gransee gehen würde, zeichnete sich schnell ab. Zu fokussiert wirkte Lindow-Gransee, um eine Niederlage zu gestatten. Sicher spielte auch der Fünf-Satzsieg aus der Vorwoche beim PSV Neustrelitz eine Rolle, um mit breiter Brust ans Netz zu gehen. Letztlich wurde es ein 15:11.

Kleine Unterschiede

Trainer Peter Schwarz zeigte zwar sich „nicht unzufrieden, aber auch nicht 100 Prozent zufrieden“, wie er gestand. „Mondorf hat ein starkes Spiel gemacht. Und wenn man gehen Mondorf gewinnen will, machen kleine Dinge den Unterschied aus.“ Er ärgert sich, dass sein Team am Sonnabend nicht in allen Bereichen Topniveau gezeigt habe. Dennoch: Respekt vor TuS. Die Gäste präsentierten sich in glänzender Verfassung. Peter Schwarz schob einen Teil des Erfolges auf die fantastische Unterstützung durchs Publikum, obwohl die Halle nur zur Hälfte gefüllt war. Der Lautstärke tat dies keinen Abbruch.