Volleyball
: Medizin bleibt Erster

Medizin Wittstock könnte sich mit in zwei Wochen krönen lassen. Der Sechser steht vor dem Aufstieg in die Volleyball-Brandenburgliga.
Von
Matthias Haack
Wittstock
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Jubelkreis: Medizin Wittstock bezwang USV Potsdam III im Tiebreak, nachdem er schon 1:2 zurück gelegen hatte.

Matthias Haack

Sechs Zähler wären nötig gewesen, um den Staffelsieg schon am vorletzten Spieltag unter Dach und Fach zu bekommen. Bei fünf Zählern muss gerechnet werden. Bei vier oder weniger wäre die Entscheidung auf das letzte Saisonturnier vertagt worden.

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Den SC Potsdam II erwischte Medizin auf dem falschen Fuß: 25:8 hieß es nach blitzschnellem Auftakt. Aber Potsdam nutzte das Nachlassen des Gastgebers, um mit 25:23 auszugleichen und wehrte sich auch in den folgenden Sätzen mehr als gedacht. Erst der 28. Satzpunkt und dann der 27. führte zu den Siegen. Noch heftiger wehrte sich der USV Potsdam III: 25:18, 21:25 und 22:25. Es sah nach einer Überraschung aus. Doch „wir sind in den entscheidenden Phasen routiniert, um solche Dinge aus dem Feuer zu holen“, analysierte Spielertrainer Stefan Knöchel. 25:15 und im Tie-Break ein 17:15. Durchatmen. Der erhoffte fünfte Punkt.

„Auch das zeichnet uns leider aus“, sagte Knöchel, „dass wir eben nicht kontinuierlich stark spielen. Nur bekommen wir immer wieder rechtzeitig die Kurve, weil wir uns als Team zusammengerissen haben.“

So begann am Sonnabendabend das Rechnen: Verfolger SC Potsdam III kommt noch maximal auf 49 Punkte. Genausoviel hat Medizin jetzt, könnte aber am finalen Spieltag noch nachlegen. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn der SV Medizin ohne Satzgewinn bleibt: Kontrahenten sind am 6. April der Potsdamer VC sowie der ärgste Verfolger SC Potsdam III.

„Wir haben natürlich über den möglichen Aufstieg diskutiert, kamen jedoch nicht zu einer Entscheidung“, so Stefan Knöchel. Beinahe alle aus seiner Mannschaft sind über 40 Jahre. Bedacht werden müsse auch die Verletzungsanfälligkeit, das Stellen von Schiedsrichtern, potenzielle Zugänge sowie die Mehrbelastung durch Fahrerei in der Brandenburgliga. Aber, so der ehemalige Zweitligaspieler für Kyritz: „Es reizt, nochmal höherklassig zu spielen.“ Bis zum kommenden Wochenende erwartet der Landesverband eine Info aus Wittstock.

SV Medizin: Besler, Denk, Gubalski, Holz, Knöchel, Mathias Krehl, Stephan Krehl, Krüger, Speck

Landesliga Nord Herren

1. Medizin Wittstock 19      54:18      49

2. SC Potsdam III 19      50:26      43

3. Rot-Weiß Schönow 19      47:31      37

4. USV Potsdam III 19      40:36      28

5. Potsdamer VC 91 17      31:36      24

6. SF Brandenburg 94 17      28:39      19

7. SC Potsdam II 21      24:52      17

8. VC Brandenburg II 19      15:51        8