Volleyball: Medizin ist Meister

Die Faust nach vorn geschleudert: Bei der Volleyball Landesmeisterschaft in Gransee brachte der Lindower Gastgeber ein Mannschaftsmixed mit Spielern aus mehreren Vereinen aufs Parkett. René Goliasch zählte dazu. Er steht für die Punktspielserie im Sechser des Kremmener SV, ist als Ü-35-Spieler aber für Lindow angemeldet.
Matthias HaackDer TKC Wriezen folgte den Wittstockern. Rang drei ging an den gastgebenden Lindower SV. Dieses Team bestand weitgehend aus Spielern der dritten Vereinsmannschaft, aber auch Gästen aus Kremmen sowie aus dem Freizeitsportbereich. Selbst Trainer Torsten Spiller stand auf dem Spielformular, wenngleich er wegen einer schmerzhaften Rückenverletzung passen wollte.
Zu Beginn traf der Gastgeber auf die Wriezener, welche sofort die Kontrolle übers Spiel an sich rissen und den Lindowern kaum Chancen ließen, weshalb es nach gut 30 Minuten Spielzeit 0:2 (16:25, 14:25) aus Sicht des Hausherrn hieß. Parallel dazu spielte Medizin Wittstock gegen Rehbrücke und konnte nach dem ersten Satz (25:18) auch den zweiten souverän und sicher ebenfalls für sich entscheiden (25:14).
In der zweiten Runde hieß es Lindow gegen Rehbrücke. Beide Teams brauchten nach den Niederlagen möglichst einen Sieg, um sich für die nächste Runde qualifizieren zu können. Der erste Satz endete mit 15:12, Rehbrücke hatte kaum die Möglichkeit, selbst zu punkten. Im zweiten Satz hieß es immerhin nur noch 25:19. Auf dem anderen Feld standen Wittstock den Wriezenern gegenüber. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, erst zum Ende des Satzes konnte sich Wittstock entscheidend absetzen und mit 25:20 gewinnen. Der zweite Satz war noch länger offen, erst mit dem 27. Punkt gelang den Wittstockern der Sieg nach einem kräftezehrenden Auftritt.
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In der letzten Turnierrunde ging es nicht mehr um viel: TKC Wriezen gewann mit 2:0 (25:18, 28:26) gegen Rehbrücke. Spannend wurde es nur auf dem anderen Feld. Dort lief das Derby zwischen Lindow und Wittstock, im ersten Satz gelangen dem Gastgeber lediglich elf Punkte, bevor er im zweiten Durchgang aufdrehte und diesen mit 25:22 gewann. Erstmalig an diesem Sonntag musste der Tie–Break entscheiden, in welchen Wittstock besser startete. 3:7 stand es aus Sicht der Gastgeber bereits, doch von Vorentscheidung keine Spur. Bis zum Seitenwechsel kam das von Torsten Spiller gecoachte Team auf 7:8 ran, auch durch die grandiose Leistung von Peter Genzmer. Ein Interview mit ihm steht nebenan. Je länger der dritte Satz dauerte, desto ansehnlicher wurde er. Immer wieder wurden Bälle gerettet und es kamen lange Ballwechsel, bis Lindow schließlich mit 16:14 den Satz, das Spiel und das Derby gewann.
Zur Nordostdeutschen Meisterschaft qualifizierte sich das Trio aus Brandenburg. Hinzu kommen zwei aus Sachsen–Anhalt und einer aus Berlin. Das Turnier wird am 9. Februar stattfinden. Gastgeber ist der Landesverband Brandenburg. An welchen Verein er die Ausrichterrolle überträgt, ist offen.
Lindower SV: MichaelBade, René Goliasch (beide Kremmener SV), Nicky Brakop, Torsten Reschke, David Vogt, Markus Rohn, Paul Dehn, Andy Miethling, Rico Thiedemann, Magnus Schlaugk (alle Lindow), Holger Ribbentrop, Peter Genzmer (beide VSV Gransee)
SV Medizin Wittstock: Giese, René Drose, Krüger, Stefan Knöchel, Lars Gubalski, Matthias Krehl, Steffen Krehl, Karsten Speck, Roman Denk, Guido Besler
Wriezen: Christian Fritsche, Mathias Lichtenfheldt, Sebastian Lutter, Markus Müller, Jörn Posnanski, Mirko Schweitzer, Martin Schlaegel
Rehbrücke: Steinat, Korge, Köhler, Christov, Oberländer, Lindner, Kuxhaus