Zu einem Duell beider kommt es jedoch nicht mehr in den verbleibenden acht Partien. Ohne an die Leistungsgrenze zu gehen, brachte der Sechser von Torsten Spiller das erste Tagesspiel gegen Brandenburg III über die Bühne. Ließ die Konzentration wegen fehlender Gegenwehr nach, dann wurde es zwar eng. Doch der Dreisatzsieg „gegen das Schlusslicht war nie in Gefahr“, fasste Phillip Schramm zusammen. Er wurde auf Annahme/Außen eingesetzt, musste jedoch im zweiten Tagesduell zuschauen. Ein Interview mit ihm folgt in einer der nächsten Ausgaben.
734538
Gegen Gastgeber VSV Oranienburg suchte der Tabellendritte lange nach einem Mittel und auch der Körperspannung nach der vermeintlich leichten Aufgabe gegen Brandenburg III. Die Kurve bekam Lindow-Gransee III erst im zweiten Satz, nachdem der erste Abschnitt an den erfrischend aufspielenden Heimsechser gegangen war. Doch der verstrickte sich mehr und mehr in Diskussionen mit den Schiedsrichtern, verlor den Faden und den in der Endphase hochspannenden Satz mit 28:30. Mehr noch: Die Gäste holten den dritten Satz auch dank einer „sehr ansprechenden Leistung von unserem Libero“, sagte der Coach. Andy Miethling ist damit gemeint. Der Hauptschiedsrichter aus Brandenburg zeigte dem Gastgeber wegen Meckerns sogar die Gelbe und auch die Rote Karte. Ruhe zog dennoch nicht ein.
Wozu der VSV Havel Oranienburg sportlich in der Lage ist, bewies das Team im vierten Abschnitt. Lag der Fokus auf dem Ballwechsel und nicht beim Kampfgericht, dann wurde zumeist gepunktet. Beinahe wäre dem Heimsechser der Ausgleich gelungen. Aber Lindow-Gransee III wehrte beim 23:24 den Satzball für den Kontrahenten nicht nur ab. Den zweiten Matchball setzten die Grün-Weißen sodann um.
Torsten Spiller: „Das war ein guter Auftritt an diesem Spieltag“, kein herausragender, aber einer, der den Absteiger aus der Landesliga in die Rolle des ersten Verfolgers von Kremmen drückt. Sollte zum Saisonende ein Aufstiegsplatz zu Buche stehen, dann sei damit bei weitem nicht der Wiederaufstieg verbunden, schränkt Spiller ein. „Wir müssten dann erst die Lage der zweiten Vereinsmannschaft checken und auf die Personaldecke sehen.“ Unabhängig davon hält das Schwergewicht der Landesklasse aber am Ziel fest – nach der packenden Serie von 2016/2017 mit acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten, aber auch dem ernüchternden Abstieg im vorigen Jahr erneut Erster werden.
Lindow-Gransee: Brakop, Bärmann, Dehn, Miethling, Reschke, Reinisch, Schramm, Thiedemann, Vogt