Zum Auftakt standen zwar die richtigen Spieler auf dem Feld, jedoch wurden ihre Positionen beim Wettkampftisch vertauscht angegeben, sodass auf dem Feld teils unklar war, wer wo zu stehen hat. Auch wenn dieser Trainerfehler versehentlich unterlief, sorgte er für Lockerheit auf und neben dem Feld. Der erste Satz ging deutlich an das erfrischend aufspielende Heimteam. Im zweiten Satz wurde mit korrekter Aufstellung gespielt, doch wirkte der Heimsechser verkrampft und einfallslos. Zur Crunch-Time hatte sich Kremmen einen Vorsprung von fünf Punkten erspielt. Mit Ehrgeiz und erhöhter Konzentration gelang es dem Heim-Sechser dennoch, den Satz zu drehen.
In den folgenden Durchgängen waren die Männer jedoch zu fest in den Köpfen, der Spaß und die Stimmung auf dem Feld waren fort. Die Kremmener nutzen dies aus und sicherte sich die Sätze drei, vier und fünf, nachdem sie zuvor gegen Potsdam in drei Sätzen verloren hatten.
Im zweiten Spiel fehlte Paul Bärmann dem Team, was dazu führte, dass im Außen- sowie Diagonalangriff nur Linkshänder verfügbar waren. Angestachelt durch die Niederlage ging es ins Spiel gegen Potsdam. In allen Sätzen legte das Heimteam vor. Stimmung und Emotionen waren zurück. Die Lindower feierten jeden Punkt. Durch permanent drei Angreifer im Vorderfeld gelang es immer, die letzten Punkte zu sichern und mit 3:0 zu gewinnen.
Fünf Linkshänder im Team
Trainer Stöckel fand lobende Worte: "Die Niederlage gegen Kremmen war ziemlich bitter, die wir haderten oft mit den Entscheidungen des Schiedsgerichts und machten unser Spiel dadurch kaputt. Gegen Potsdam zeigten wir eine richtig starke Leistung. Über drei Sätze war das immer wieder ein Blockspektakel. Begeistert bin ich auch von der Leistung Andreas Tamms. Als Linkshänder über die Position 4 anzugreifen, ist nicht einfach. Er hat dort dem Block der Potsdamer durch seinen variablen Angriff keine Chance gelassen. Generell taten sie sich schwer, da unsere Angreifer fast alle Linkshand waren."
Auch Zugang Jonas Röske erfüllte die Erwartungen. Der 2,01 Meter große Diagonalangreifer war seit vier Monaten erstmalig wieder am Ball aktiv und fügte sich gut in das Team ein. Ab kommender Woche wird der ehemalige Magdeburger jedoch für die zweite Mannschaft in der Regionalliga spielen und dort um den Klassenerhalt kämpfen.
Lindow-Gransee III:    Bärmann, Tamm, Dehn, Hannemann, Vogt, Thiedemann, Brakop, Röske, Reinisch, Miethling
Kremmen: Kunert, Goliasch, Schmidt, Fechner, Rauschnick, Riedel, Gerasch, Bade, Beyer, Krukenberg, Licht