Eigentlich sollte die Leidenszeit für Pendler aus Oberhavel, die über die A111 von und nach Berlin fahren, am Sonnabend beendet sein.
Denn dann wird morgens um 5 Uhr in Fahrtrichtung Zentrum die Vollsperrung des Teilstücks auf der A111 zwischen Waidmannsluster Damm und Holzhauser Straße wieder aufgehoben. Doch jetzt droht neuer Ärger, der auch Konsequenzen für die A111 hat.
Aufgrund eines Ölkabelschadens der Stromnetz Berlin GmbH kam es nach Angaben des Bezirksamtes Reinickendorf auf der Höhe der Autobahn-Anschlussstelle in der Holzhauser Straße – dort kann der Verkehr aus Oberhavel, der die Tunnelsperrung auf der A111 umfahren muss, wieder auf die Autobahn fahren – zu einem Einsickern von Öl in das Erdreich. „Da sich die Kontamination bereits in Richtung Wasserschutzzone ausgebreitet hat, muss der Boden im betroffenen Bereich schnellstens ausgetauscht werden, um das Grundwasser zu schützen“, teilte Michael Hielscher als Sprecher des Bezirksamts am Donnerstag, 6. Oktober, mit.
Die Sicherungsmaßnahmen wurden bereits begonnen und werden bis August 2023 andauern. Dies hat laut Hielscher eine geänderte Verkehrsführung zur Folge und macht sechs Baumfällungen erforderlich, um auf dieser viel befahrenen Straße weiterhin eine zweispurige Fahrbahn zu erhalten.
Die Maßnahme hat erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrssituation, insbesondere aufgrund der Dammsanierung der U-Bahn-Linie 6 ab voraussichtlich dem 7. November. Probleme werden auf der viel befahrenen Holzhauser Straße nicht nur beim Busverkehr erwartet. „Auch Verkehrsabläufe der Autobahn-Anschlussstelle sind gefährdet und Rückstaus von den Abfahrten bis auf die A 111 zu erwarten“, so Michael Hielscher in der Pressemitteilung. Auch Pendler aus den Bereichen Schildow und Glienicke sollten künftig mehr Zeit einplanen, wenn sie über die Holzhauser Straße fahren. Die ist eine beliebte Alternative zum oft verstopften Hermsdorfer Damm oder zur viel befahrenen Waidmannsluster Damm. Der Bereich sollte nach Möglichkeit weiträumig umfahren werden.