Die Meldung über eine Oranienburger Katzenbesitzerin, der per Gerichtsbeschluss ihr Haustier weggenommen wurde, schlug hohe Wellen. Wir berichteten am Sonntag. Doch der Fall liegt anders als anfangs von der Polizei mitgeteilt.
So wurde das Tier weder aus finanziellen Gründen gepfändet noch der Besitzerin ohne Grund aus dem Leben gerissen. Wie Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord am Montag mitteilt, sei der Kater vor zwei Jahren zu der Frau in Oranienburg gelaufen. Die Frau nahm den Vierbeiner daraufhin auf. „Bei einem Tierarztbesuch kam schließlich heraus, dass ihr das Tier nicht gehört und andere Besitzer hat“, so Röhrs. Der Kater war gechipt.
Die rechtmäßige Katzenbesitzerin wollte ihr Haustier daraufhin natürlich wiederhaben. „Die jetzt Beschuldigte verweigerte dies aber“, so Röhrs. Eine Anzeige wurde gestellt. Seit Oktober 2019 habe es deshalb ein Verfahren gegen die unrechtmäßige Katzenlady wegen Unterschlagung gegeben. Der aktuelle Gerichtsbeschluss, der den Kater wieder in sein eigentliches Zuhause bringen sollte, wurde nun vom Gerichtsvollzieher durchgesetzt.

Gegen falsche Katzenbesitzerin wird ermittelt

Die richtige Katzenmama war dabei, wartete im Treppenhaus und stellte eine Transportbox bereit. Laut Polizei hat die Beschuldigte diese zerstört und die Eigentümerin geschubst und beleidigt. Weitere Beamte mussten hinzugerufen werden. „Die Beschuldigte zeigte sich unkooperativ“, so Dörte Röhrs.
Eine Bekannte der richtigen Katzenbesitzerin brachte eine neue Transport und wurde daraufhin auch bedrängt und beleidigt. Anzeigen wurden aufgenommen. Gegen die falsche Katzenbesitzerin wird nun wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung ermittelt. Der Kater ist inzwischen in seinem alten Zuhause.