Haustiere
: Gerichtsvollzieherin will Katze einziehen – Besitzerin in Oranienburg flippt aus

Die Katzenlady attackierte daraufhin die Beamten. Die Gerichtsvollzieherin musste die Polizei hinzuziehen.
Von
Marco Winkler
Oranienburg
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Die Katzenliebe einer Oranienburgerin ging etwas zu weit: Als ihr Tier eingezogen werden sollte, wehrte sie sich und griff eine Beamtin an.

Franziska Gabbert/dpa-tmn

Das ist wohl ein klarer Fall von Tierliebe, die etwas zu weit geht. Als eine Gerichtsvollzieherin am Freitagabend aufgrund eines Beschlusses die Katze einer Frau in Oranienburg einziehen wollte, rastete diese aus. „Die Besitzerin der Katze wehrte sich und zerstörte zunächst die mitgebrachte Transportbox“, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Katzenbesitzerin ging noch einen Schritt weiter: Sie griff laut Polizeimitteilung die Beamtin körperlich an und beleidigte sie.

Ermittlung wegen Körperverletzung

Die Gerichtsvollzieherin musste nach dem Wutanfall der Katzenlady die Polizei rufen. „Die anschließend hinzugezogene Polizei konnte die Vollziehung durchsetzen“, heißt es von der Polizeiinspektion Oberhavel. Gegen die nun ehemalige Katzenbesitzerin wird wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung ermittelt. Normalerweise gelten Haustiere als unpfändbar. Ausnahmen, wie hier per Gerichtsbeschluss, sind aber möglich.

Wie am Montag auf erneute Nachfrage bei der Polizei herauskam, liegt der Fall doch etwas anders als anfangs geschildert: Lesen Sie hier die Auflösung.