Blettermann kritisierte den Vorstoß des Aufsichtsratsvorsitzenden Ralph Bujok (Linke), der einen Beschlussantrag für den Aufsichtsrat zur Überprüfung angekündigt hatte. Am Freitag konkretisierte Bujok, er wolle lediglich die in einem Brief von Woba-Chef Bernd Jarczewski an die Stadtverordneten erhobenen Vorwürfe "juristisch und nach Compliancefragen aufarbeiten und klären" lassen, "nicht  aber die Holding oder ihre Strukturen an sich".
Allerdings wirft der Brief Jarczewski Fragen nach den bestehenden Strukturen und Aufgabenverteilungen auf. Holding-Geschäftsführer Alireza Assadi will demnach die Kompetenzen Jarczewskis beschneiden. Außerdem soll wichtiges Fachpersonal der Woba ersetzt werden, das hatte Assadi in der außerordentlichen Stadtverordnetenversammlung am 24. April verlangt. Dieses Personal habe nun gedroht, die Woba zu verlassen. Jarzewski sieht den Betrieb deshalb gefährdet.

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