Bauarbeiten: Die B96 bleibt ein Nadelöhr

Baustellenbesichtigung: Bernd-Christian Schneck, Bürgermeister des Löwenberger Landes, und Bauamtsleiter Manfred Telm sind im Gespräch mit Vorarbeiter Daniel Weihe (von rechts) von der Firma Strabag.
Volkmar ErnstDie Gemeinde Löwenberger Land lässt in Absprache mit der OVG und mit finanzieller Unterstützung des Landkreises Oberhavel neben der Fahrbahn eine Haltebucht für die Busse anlegen. „Wir wollen dadurch die Sicherheit an der Haltestelle erhöhen, weil sie auch von Schulkindern genutzt wird“, erklärt Bernd-Christian Schneck (SPD) als Bürgermeister des Löwenberger Landes am Donnerstag bei einer Baustellenbesichtigung den Grund für die Arbeiten. Bislang hielten die Busse direkt auf der Fahrbahn, wodurch der Verkehrsfluss unterbrochen wurde. Dadurch standen die Wartenden direkt neben der Fahrbahn, was vor allem viele Eltern als Sicherheitsmangel benannt hatten.
Künftig wird der Bus direkt in die Haltebucht einfahren. Die Fahrgäste warten weiter entfernt von der Fahrbahn und vom fließenden Verkehr.
Schaufel statt Bagger
Eigentlich sollten die Bauarbeiten während der Schulferien erfolgen. Das hatte jedoch nicht geklappt, weil auf der gegenüberliegenden Straßenseite noch am Radweganschluss gearbeitet wurde. Denn ausgeführt werden können die Arbeiten nur während des laufenden Verkehrs mittels Straßeneinengung und Temporeduzierung, weil es keinen alternative Umleitungsstrecke gibt.
Dass sich die Arbeiten „zu lange ziehen“, hat Daniel Weihe als Vorarbeiter der Firma Strabag bereits mehrmals von verärgerten Kraftfahrern gehört. „Doch wir können nicht einfach den Bagger nehmen und loslegen, weil zu viele Leitungen in der Erde liegen und teilweise gar nicht bekannt ist, wo genau sie liegen. Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als mit der Hand zu schaufeln, bevor der Bagger eingesetzt wird. Auf die Arbeit würden die Männer sehr gerne verzichten“, stellt er klar.
Wenn Ende September die Bushaltestelle in Betrieb genommen wird, enden die Bauarbeiten auf dem Teilstück der B 96 jedoch noch lange nicht. Im Zusammenhang mit dem Radwegebau muss auch die auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorhandene Bushaltestelle noch umgebaut werden. Auftraggeber dafür ist der Landesbetrieb für Straßenwesen, der die Arbeiten noch im Herbst ausführen lassen will. Auch hier geht es um die Gewährleistung der Sicherheit für die Wartegäste, wie Hans-Jürgen Otte, beim Landesamt für das Bauprojekt zuständig, erklärt. Der Wartebereich soll verlängert werden, damit für Fußgänger und Radfahrer, die den Ampelübergang nutzen wollen, mehr Platz vorhanden ist. Außerdem soll der Einmündungsbereich vom Teerofener Weg auf die B 96 übersichtlicher gestaltet werden. Kraftfahrer sollen sowohl den Wartebereich, den Übergang als auch die B 96 besser einsehen können.
Letzter Bauabschnitt für die Fertigstellung des Radweges ist dann noch die Instandsetzung des vorhandenen Weges zwischen dem Tankstellenbereich und der Einmündung in den Dorfanger ins alte Dorf. Weil der Weg schmal ist und keine Möglichkeit besteht, ihn zu verbreitern, sollen die bislang noch vorhandenen Betonmasten für die Beleuchtung durch Stahlmasten ersetzt werden. Sie nehmen einerseits weniger Platz in Anspruch, andererseits kann dadurch die Ausleuchtung des Weges verbessert werden.
Ausbau des Radwegenetzes
Mit dem Lückenschluss des Radweges zwischen Nassenheide und Teschendorf können Radler von Oranienburg bis nach Löwenberg fahren.
Was noch fehlt, ist der Lückenschluss zwischen dem Abzweig hinter Teschendorf bis nach Grüneberg.
Bereits in Planung ist der Bau eines Radweges von Liebenberg nach Falkenthal. Er soll im Zuge des Ausbau der B 109 zwischen Falkenthal und der B 167 gebaut werden. ⇥veb