Bombe in Oranienburg: Blindgänger im Wohngebiet gefunden, erste Menschen evakuiert

In Oranienburg wurde erneut eine Bombe gefunden. Erste Anwohner müssen ihre Häuser verlassen. Was bisher bekannt ist.
Stadt Oranienburg/Kerstin Klaus- In Oranienburg-Lehnitz wurde in der Bachstelzenwiese eine Bombe in einem Wohngebiet gefunden.
- Der KMBD bestätigte den Verdacht am Montag, 18. Mai – ein Sperrbereich ist eingerichtet.
- 27 Bewohner müssen den Bereich verlassen, Zugänge sind mit Bauzäunen gesichert.
- Eine Splitterschutzwand aus Containern entsteht, um den Sperrbereich zu verkleinern.
- Havelkorso und Bachstelzenwiese sind teils gesperrt, Termin zur Entschärfung steht nicht fest.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bombe liegt mitten in einem Wohngebiet, erste Menschen mussten am Montag, 18. Mai, ihre Häuser verlassen. So geht es jetzt weiter.
Wie die Stadt mitteilt, wurde die Bombe in der Straße Bachstelzenwiese im Ortsteil Lehnitz gefunden. Sie wurde Ende 2025 schon einmal nach Kampfmitteln abgesucht. Im März 2026 musste ein Bereich erneut mit dem UltraTEM-Verfahren untersucht werden.
Das Verfahren gab Aufschluss über die im Boden liegenden Gegenstände. Am Montag, 18. Mai, teilte der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) der Stadt mit, dass sich der Verdacht bestätigt hat: Es ist eine Bombe.
Nach Bombenfund in Lehnitz – Menschen evakuiert
„Auf Empfehlung des KMBD wird mit sofortiger Wirkung ein Sperrbereich rund um den Fundort des Bombenblindgängers eingerichtet“, so die Stadt. „Dieser Bereich darf nicht betreten und muss von allen sich dort aufhaltenden Personen unverzüglich verlassen werden.“
Betroffen sind aktuell 27 Personen, die in diesem Bereich wohnen. „Sie wurden bereits durch die Stadtverwaltung informiert.“ Die Stadtverwaltung hat für die Einrichtung des Sperrbereiches eine Allgemeinverfügung erlassen.
Die Zugänge zum gesperrten Bereich werden durch Bauzäune gesichert. Zudem kontrollieren Sicherheitskräfte eines von der Stadt Oranienburg beauftragten Wachschutzunternehmens den Bereich. Betroffen ist auch die Straße Havelkorso, die ab sofort gesperrt ist.
„Gleichzeitig wird damit begonnen, eine Splitterschutzwand aus Containern um den Fundort der Bombe zu errichten“, so die Stadt. „Ziel ist es, den gesperrten Bereich so zu minimieren, dass die Anwohnerinnen und Anwohner wieder in ihre Wohnhäuser zurückkehren können.“
Die Firma, die die Splitterschutzwand errichtet, wird laut Stadtverwaltung auch in den Nächten vom 18. bis 20. Mai im Einsatz sein. „Hintergrund ist die erschwerte Aufstellung der Container auf den privaten Grundstücken.“ Damit in Zusammenhang sind kurzfristige Vollsperrungen im Havelkorso und in der Bachstelzenwiese erforderlich.
Wann die Bombe entschärft oder kontrolliert gesprengt wird, steht bisher nicht fest. „Die Stadt Oranienburg und der KMBD werden sich gemeinsam auf einen Zeitplan zur Freilegung und Bergung der Bombe verständigen.“

