Bombe in Hohen Neuendorf: Dritte Sprengung, Evakuierung in Oranienburg und Borgsdorf

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist im Borgsdorfer Wald zwischen Oranienburg und Hohen Neuendorf wieder fündig geworden. Die explosive Kriegsmunition muss gesprengt werden. Dafür wird der Sperrkreis erweitert. Jetzt muüssen auch Einwohner evakuiert werden.
Patrick Pleul/dpa- Am 11. März 2026 dritte Sprengung von Kriegsmunition im Borgsdorfer Wald.
- Sperrkreis diesmal 1000 m Radius; betrifft Borgsdorf, Havelhausen, Lehnitz, Oranienburg.
- Evakuierung bis 8 Uhr; Kontrollen durch Polizei und Stadt, Rückkehr erst nach Sirenensignal.
- Straßen, Oder-Havel-Kanal und Bahntrasse gesperrt; Umfahrungen über Lehnitz-Summt-A10, Birkenallee/B96.
- Stadthalle als Anlaufstelle; Infotelefon ab 4. März: 03303 528-400, mit angegebenen Zeiten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die dritte Sprengung von Kriegsaltlasten innerhalb von vier Wochen steht in Hohen Neuendorf an. Erneut muss im Waldgebiet zwischen Borgsdorf und Oranienburg Kriegsmunition gesprengt werden, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht abtransportiert werden kann. Das teilte die Stadtverwaltung am späten Montagnachmittag mit. Die umfangreiche Maßnahme ist für Mittwoch, 11. März 2026, vorgesehen.
Dafür muss ein Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle eingerichtet werden. Dieses Mal sind auch Einwohner in Borgsdorf sowie in Havelhausen, Lehnitz und Oranienburg betroffen.
Wie viele Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen oder nicht zu ihrer Arbeitsstelle kommen können, teilte die Stadt nicht mit. Bei den beiden vorangegangenen kontrollierten Sprengungen von Kriegsmunition im Borgsdorf Wald war ein Sperrkreis mit einem Radius von nur 500 Metern notwendig. Evakuierungen waren nicht erforderlich.
Borgsdorf: Sperrkreis muss bis 8 Uhr verlassen werden
Das ist aber am 11. März der Fall. Der Sperrkreis muss bis spätestens 8 Uhr verlassen werden. Die betroffenen Haushalte sollen in den kommenden Tagen ein gesondertes Schreiben der Stadt erhalten.
Ab 8 Uhr erfolgen durch die Polizei und Mitarbeitende der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf Kontrollen des Sperrkreises. Wer sich dann noch im Sperrkreis aufhält, muss mit einer Strafe rechnen.
Straßen zur Autobahn (A10) und Bahntrasse sind gesperrt
Wichtige Straßen, die den Sperrkreis durchqueren, sind dann ebenfalls nicht passierbar. Betroffen sind unter anderem die Ortsverbindungsstraße Lehnitz – Alt-Borgsdorf sowie Havelhausen – Birkenwerder (alte B96). Pendler können den Sperrkreis über Lehnitz-Summt-A10 oder über die Birkenallee und B96 in Oranienburg umfahren.
Auch der Oder-Havel-Kanal sowie die Bahntrasse befinden sich im Sperrkreis.
Die Aufhebung des Sperrkreises wird über Sirenen, im Internet sowie durch Personal vor Ort bekannt gegeben. „Erst dann ist eine Rückkehr in das Evakuierungsgebiet möglich“, warnt Stadtsprecher Daniel Dinse vor einer voreiligen Rückkehr. Die Maßnahme soll voraussichtlich gegen 16 Uhr beendet sein. Einsatzbedingt kann es jedoch zu Verzögerungen kommen.
Stadt richtet Anlaufstelle für Anwohnende ein
Die Stadt bittet alle betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner bei Bedarf darum, an diesem Tag Verwandte, Freunde oder Bekannte aufzusuchen.
Die Verwaltung richtet für die Dauer des Sperrkreises eine Anlaufstelle in der Stadthalle Hohen Neuendorf ein. „Betroffene, die nicht woanders unterkommen können, können diese aufsuchen. Dort wird es Sitzmöglichkeiten und sanitäre Anlagen geben. Die Mitnahme von Haustieren in die zentrale Anlaufstelle ist nicht gestattet“, erklärt der Stadtsprecher die Bedingungen.
Ab dem 4. März richtet die Stadtverwaltung ein Infotelefon für Betroffene unter der Rufnummer 03303 528-400 ein. Die Nummer ist zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag 9 bis 15 Uhr, Dienstag 9 bis 17 Uhr, Mittwoch 9 bis 15 Uhr, Donnerstag 9 bis 17 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr.
Erst am 17. und 25. Februar sind Granaten verschiedenen Kalibers und Bomben im Borgsdorfer Wald gesprengt worden. Besondere Vorkommnisse gab es nicht. Um welche Art Munition es sich jetzt handelt, ist nicht bekannt.
Das Waldgebiet rund um Borgsdorf wird systematisch nach Kriegsmunition abgesucht. Es muss ein Areal von rund 32 Hektar kontrolliert werden. Bislang ist erst auf circa vier Hektar Waldfläche die Suche abgeschlossen.


