Bombe in Hohen Neuendorf
: Wieder Sperrung wegen Sprengung, Sperrkreis verändert

Die nächste Sprengung von Bomben und Granaten steht an. Pendler rund um Oranienburg und Hohen Neuendorf müssen sich wieder auf Einschränkungen durch den modifizierten Sperrkreis einrichten.
Von
Jürgen Liebezeit
Hohen Neuendorf
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Erneut müssen wichtige Straßen zwischen Borgsdorf und Oranienburg gesperrt werden, weil Kriegsmunition unschädlich gemacht werden muss. Die jüngste Sprengung im Borgsdorfer Wald fand erst am 17. Februar statt.

Erneut müssen wichtige Straßen zwischen Borgsdorf und Oranienburg gesperrt werden, weil Kriegsmunition unschädlich gemacht werden muss. Die jüngste Sprengung einer Bombe im Borgsdorfer Wald liegt nur wenige Tage zurück.

Jürgen Liebezeit
  • Am Mittwoch (25. Februar) Sperrkreis (500 m) ab 10.30 Uhr, Sprengung 11–13 Uhr geplant.
  • Betroffen: Berliner Straße ab Chausseestraße/Berliner Chaussee bis nahe „Delphi“.
  • Kreuzung Chausseestraße/Berliner Chaussee (L20) wird vollständig gesperrt.
  • Umfahrung: Chausseestraße bis Höhe Bahnhofsstraße; Bahnhofstraße Borgsdorf nutzbar.
  • Weitere Sprengungen im Borgsdorfer Wald wahrscheinlich; 32 ha werden systematisch geprüft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jetzt ist klar, warum vorsorglich die Sackgassenschilder, die an den Straßen rund um Borgsdorf stehen, nicht abgebaut wurden. Sie werden erneut gebraucht. Denn es steht die nächste Sprengung von Kriegsmunition im Wald vor Oranienburg an. Besonders betroffen sind Pendler von und nach Oranienburg.

Der notwendige Sperrkreis (500 Meter) wird am Mittwoch (25. Februar) ab 10.30 Uhr eingerichtet. Er wurde nach den Erfahrungen der Sprengung am 17. Februar leicht modifiziert. Zwischen 11 Uhr und 13 Uhr ist die Sprengung der gefährlichen Altlasten geplant.

„Einsatzbedingt kann es zu zeitlichen Abweichungen und einer möglichen Verlängerung der Maßnahmen kommen“, warnt Daniel Dinse, Sprecher der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf, vor möglichen Verzögerungen.

Sperrkreis zwischen Oranienburg und Borgsdorf leicht modifiziert

Es handelt sich nach Angaben der Stadtverwaltung wieder um Granaten verschiedener Kalibergrößen sowie Bomben. Zum Umfang der Kriegsmunition wurden keine Angaben gemacht.

Auch dieses Mal müssen keine Häuser und Wohnungen evakuiert werden. Allerdings ist der Verkehr rund um den Fund- und Sammelort beeinträchtigt.

Der modifizierte Sperrkreis für die Sprengung am 25. Februar in Borgsdorf.

Der modifizierte Sperrkreis für die Sprengung am 25. Februar in Borgsdorf.

Stadtverwaltung Hohen Neuendorf / Daniel Dinse

Folgende Straßen sind laut Stadtverwaltung nun am Mittwoch (25. Februar) erneut betroffen:

  • Berliner Straße ab Kreuzung Chausseestraße/Berliner Chaussee bis circa Höhe des griechischen Restaurants Delphi. Der Grieche „Delphi“ und Pflanzen Kölle befinden sich nicht im Sperrkreis.
  • die Kreuzung Chausseestraße/Berliner Chaussee (L20) wird vollständig gesperrt.

Die Bahnhofstraße in Borgsdorf kann genutzt werden. Die Chausseestraße zwischen Borgsdorf und Lehnitz bleibt bis Höhe der Bahnhofsstraße frei. „Sie kann also als Umfahrung der Kreuzung Chaussestraße/Berliner Chaussee (L20) genutzt werden“, teilte Stadtsprecher Dinse am Freitag mit.

Erst am Dienstag, 17. Februar, sind Granaten verschiedenen Kalibers und Bomben mit einem Gesamtgewicht von etwa 400 Kilogramm im Borgsdorfer Wald kontrolliert gesprengt worden. Der Sperrkreis konnte nach einer Stunde kurz vor 12 Uhr vorzeitig wieder aufgehoben werden. Besonders Vorkommnisse gab es nicht. Der Verkehr auf den Umfahrungsstrecken lief problemlos. Schwierigkeiten gab es nur, weil es aufgrund der Witterung stellenweise glatt war.

Hohen Neuendorf rechnet mit weiteren Sprengungen im Wald

Das Waldgebiet rund um Borgsdorf wird systematisch nach Kriegsmunition abgesucht. Es muss ein Areal von rund 32 Hektar kontrolliert werden. Bislang ist auf circa vier Hektar Waldfläche die Suche abgeschlossen. Die verschiedenen Funde werden größtenteils zum Sprengplatz nach Kummersdorf oder zu einem Lagerplatz außerhalb von Oberhavel gebracht.

Explosive Bomben und Granaten, die nicht mehr transportiert oder vor Ort entschärft werden können, müssen im Wald gesprengt werden. „In der nahen Zukunft ist mit weiteren Sprengungen in dem Gebiet zu rechnen“, teilte Dinse vorsorglich mit. Termine nannte er nicht.

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