Bomben in Hohen Neuendorf
: Live-Ticker zur Sprengung von Kriegsmunition zum Nachlesen

In Borgsdorf wurde zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit Kriegsmunition gesprengt. 2400 Menschen wurden deshalb evakuiert. Der Liveblog zum Nachlesen.
Von
Jürgen Liebezeit
Hohen Neuendorf
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Im Friedrichsthaler Forst wurde heute durch Sprengmeister Heino Borchert und sein Team vom KMBD eine 250-Kilo-Bombe aus dem 2. Weltkrieg gesprengt.

Im Friedrichsthaler Forst wurde heute durch Sprengmeister Heino Borchert und sein Team vom KMBD eine 250-Kilo-Bombe aus dem 2. Weltkrieg gesprengt.

Rund um Oranienburg müssen immer wieder Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt werden. Die Krater sind dann mehrere Meter tief. Unser Foto von 2019 zeigt eine absichtliche Detonation einer 250-Kilo-Bombe im Friedrichsthaler Forst. Zwei ähnliche Exemplare sollen nun im Borgsdorfer Wald durch Sprengungen unschädlich gemacht werden. (Archivfoto)

Klaus D. Grote

In Hohen Neuendorf wird am Mittwoch, 11. März, zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen Kriegsmunition im Wald zwischen Borgsdorf und Oranienburg gesprengt. Der Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern umfasst mehrere Siedlungen mit insgesamt rund 700 Gebäuden und die Bahntrasse.

2400 Menschen müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Grundschule, die Förderschule und eine Kita sind geschlossen, ein Seniorenwohnhaus muss geräumt werden. Zudem sind wichtige Straßen zwischen Oranienburg und dem nördlichen Berliner Autobahnring (A10) gesperrt.

Auch der Bahnverkehr ist massiv eingeschränkt.

Geplant sind mindestens zwei Sprengungen. Wenn alles komplikationsfrei verläuft, könnte gegen 16 Uhr der Sperrkreis wieder aufgehoben werden.

Es wird mit weiteren Sprengungen in den nächsten Wochen und Monaten gerechnet, da noch mehrere Hektar Wald bei Borgsdorf systematisch nach explosiver Kriegsmunition abgesucht werden.

Ende des Live-Tickers

Nach fast zehn Stunden beenden wir jetzt unseren Liveticker von der Bombensprengung im Borgsdorfer Wald. Vielen Dank für Ihr Interesse.

Drei tiefe Krater im Wald

Bis zu sechs Meter tief sind die drei Krater im Borgsdorfer Wald, die die Sprengung der drei Kriegsbomben amerikanischer und britischer Herkunft hinterlassen hat. Der feine märkische Sand hat sich im Umkreis von 40 Metern rund um die Karter verteilt. Bäume sind teilweise umgeknickt.

Stadtsprecher Daniel Dinse dokumentiert einen der drei Krater im Borgsdorfer Wald.

Stadtsprecher Daniel Dinse dokumentiert einen der drei Krater im Borgsdorfer Wald.

Jürgen Liebezeit

Aufatmen in Borgsdorf - Sprengung beendet, Sperrkreis aufgehoben

Aufatmen in Borgsdorf. Es ist geschafft. Nach mehr als acht Stunden sind drei 250-Kilo-Bomben sowie Kleinstmunition unterschiedlicher Größe durch mehrere Sprengungen unschädlich gemacht worden.  Die Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei der systematischen Suche im Borgsdorfer Wald entdeckt. Der Sperrkreis wurde um 16.15 Uhr aufgehoben.

Drei heftige Detonationen

Punkt 16 Uhr wurden die drei großen 250-Kilo-Bomben nacheinander gesprengt. Die Detonationen waren deutlich zu vernehmen.

Manche spürten sogar ein Beben im Boden. Der Sperrkreis ist aber noch nicht aufgehoben.

Pendeln

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