Brand in Kremmen: Nach Feuer in Beetz – Feuerwehr sammelt Spenden für Kameraden

Bei einem Brand in Beetz ist das Doppelhaus der Familie Krause komplett zerstört worden. Drei Generationen sind betroffen. Carmelitta Krause, ihr Sohn Michael (mit Hund Olivia) und Enkel Fynn stehen quasi vor dem Nichts. Nicht im Bild sind die Ehepartner Heinz Krause und Steffi Krause. Jetzt gibt es eine Spendenkampagne.
Jürgen Liebezeit- Hausbrand in Beetz zerstört das Heim der Familie Krause; drei Generationen betroffen.
- Feuerwehr Beetz-Sommerfeld und Ortsbeirat starten Spendenkampagne.
- Familie Krause erhält Unterstützung von Bewohnern, Freunden und Vereinen.
- Ursache: Smoker unter Vordach; Schaden mindestens 300.000 Euro.
- Spendenkonto eingerichtet: KDFF Beetz-Sommerfeld e.V., IBAN: DE11 1605 0000 1000 7023 12.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Von einer Minute auf die andere hat sich das Leben von Familie Krause aus Beetz, einem Ortsteil von Kremmen, komplett geändert. Ihr Haus, in dem drei Generationen unter einem Dach lebten, muss nach einem Brand komplett abgerissen werden. So kann den Betroffenen geholfen werden.
Tatenlos musste Michael Krause aus Beetz am 9. März zusehen, wie am späten Sonntagnachmittag das Doppelhaus seiner Familie in der Beetzer Stege durch ein Feuer vernichtet wird. Dabei ist der Brandmeister selber Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sommerfeld-Beetz. Zudem engagiert er sich in der Feuerwehr noch als Jugendwart.
Doch als Betroffener darf er zum Eigenschutz nicht helfen, sein Hab und Gut zu retten. In so einer emotionalen Sondersituation können trotz aller Routine schnell Fehler passieren. Seine Kameraden haben alles versucht, das Gebäude zu retten. Doch die Umstände sprachen gegen die Einsatzkräfte. Das verheerende Feuer hat alles zerstört.
Viele Menschen aus Beetz helfen beim Ausräumen der Ruine
Zehn Tage nach der Brandkatastrophe sind das nicht mehr zu rettende Dachgeschoss abgetragen und verbrannte Einrichtungsgegenstände sowie vernichteter Hausrat entsorgt worden. 20 Helfer hatten beim Ausräumen des Hauses geholfen. Auch Mitglieder der Feuerwehr und des Karnevalvereins, in denen die Familie aktiv ist, waren dabei. „Es kamen sehr viele Hilfeangebote von allen Seiten“, berichtet Michael Krause.
Familie Krause ist dankbar für die Unterstützung, die sie im Dorf und von Mitgliedern der Familie, Nachbarn und Freunden sowie Vereinen, Firmen und Behörden erhalten hat und auch weiterhin bekommt.
„Wir konnten nicht viel retten“, sagt Carmelitta Krause, die mit ihrem Mann Heinz vor einem Neuanfang steht. Sie sind vorerst im Dorf bei Freunden unterkommen. Ihr Sohn Michael und Schwiegertochter Steffi konnten in Fehrbellin ein leerstehendes Haus beziehen. Ihr 19-jähriger Enkel Fynn, der besonders unter dem Verlust seines Zuhauses leidet, ist bei seinem besten Kumpel in Beetz untergekommen.
Lebenswerk über Jahrzehnte aufgebaut und in wenigen Stunden zerstört
Das Haus soll neu aufgebaut werden. Die ersten Gespräche mit der Versicherung seien gut gelaufen, berichtete die Beetzerin, die 1980 das Haus übernommen hat. Mit viel Aufwand, Schweiß und Herzblut wurde das 1898 erbaute Gebäude nach und nach gemeinsam saniert und modernisiert.

Totalschaden: Trotz intensiver Löscharbeit der Feuerwehr konnte das Drei-Generationen-Haus in Beetz nicht mehr gerettet werden.
P. NeumannEs sagt sich so leicht: „Zum Glück seid ihr rechtzeitig aus dem Haus gekommen, alles andere lässt sich doch neu kaufen.“ Solche und ähnliche Sätze hat Carmelitta Krause in den vergangenen Tagen immer wieder gehört. Die Worte sollen Trost spenden. Vom Grundsatz her stimmt die 63-Jährige dem auch zu. „Mitgefühl tut gut“, sagt sie.
Aber emotional so eine Katastrophe zu verarbeiten, sei eine andere Sache. Fotos, die das ganze Leben dokumentieren, sind verloren, Erinnerungsstücke verbrannt oder durch Löschmittel irreparabel zerstört. „Vom Haus habe ich mich schon verabschiedet“, sagt Carmelitta Krause mit gefasstem Blick in die Zukunft.
Ursache des Brandes in Beetz schnell ermittelt
Erst vor fast einem Jahr hatte es Ende April in Beetz schon einmal gebrannt. Damals brach im Wohnblock am Triftweg ein Feuer aus. Eine Mieterin wurde schwer verletzt, vier Wohnungen mussten saniert werden. Vor einem Jahr war ein Heizlüfter, der unter einem Tisch stand und diesen entzündete, der Auslöser. Im aktuellen Fall wurde nach Angaben der Polizei der Brand durch einen noch warmen Smoker, der unter einem Vordach am Haus stand, ausgelöst.
Zunächst habe das Vordach Feuer gefangen, schließlich seien die Flammen auch auf die beiden Dachstühle des Wohnhauses übergegangen. Einsatzkräfte der Feuerwehr, die mit 14 Fahrzeugen vor Ort war, löschten die Flammen am Nachmittag – allerdings mussten sie später noch einmal zurückkehren, da Glutnester neu aufgeflammt waren. Zwei Frauen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf mindestens 300.000 Euro geschätzt.
Spendenkonto von Feuerwehr und Ortsbeirat in Beetz eingerichtet
Wie damals haben auch jetzt hat die Kameradschaft der freiwilligen Feuerwehr Beetz-Sommerfeld gemeinsam mit dem Ortsbeirat eine Spendenkampagne initiiert, um der betroffenen Familie zu helfen. Sachspenden werden vorerst nicht benötigt. Um einen Neustart zu erleichtern, wird aber um finanzielle Unterstützung gebeten. „Jeder Euro zählt und jeder Euro geht an die Familie“, heißt es in dem Aufruf.
Hier die Kontodaten:
- Kontoinhaber: KDFF Beetz-Sommerfeld e.V.
- Verwendungszweck: Brandopfer Krause
- IBAN: DE11 1605 0000 1000 7023 12
- Mittelbrandenburgische Sparkasse, Kremmen


