Anne Schumacher wird für die Bündnisgrünen bei der Bundestagswahl 2021 antreten. Die Lehnitzerin wurde am Donnerstagabend zur Kandidatin für den Wahlkreis Oberhavel und östliches Havelland gewählt. Für Schumacher stimmten 62 Prozent der anwesenden Mitglieder. Sie setzte sich gegen Lydia Budiner und Inge Schwenger durch.

Schumacher ist die erste Kandidatin aus Oranienburg

Schumacher ist mit ihren 24 Stimmen „total zufrieden“, sagte sie am Freitag im Gespräch mit dem Oranienburger Generalanzeiger. Zwar hatte der Kreisverband Oberhavel schon vorher für sie gestimmt. „Doch mit Stimmen aus dem Kreisverband Havelland habe ich nicht gerechnet.“ Sie sei die erste Oberhaveler Kandidatin und die erste Oranienburgerin, die zur Bundestagskandidatin der Grünen gewählt worden sei. Auf Facebook bedankte sich Schumacher bei den Mitgliedern.
Zu ihren Zielen sagte sie auf Nachfrage, dass sie sich für nachhaltigen Verkehr einsetzen will. Ländliche Regionen sollten außerdem vom Durchgangsverkehr geschützt werden. Die Unternehmen sieht sie in der Verantwortung, sich zu nachhaltigem und umweltfreundlichem Arbeiten zu bekennen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern. Für die Endlagerung von Atommüll forderte sie, dass die Bürger über mögliche Standorte mitentscheiden müssten.

Schumacher will sich mit Bürgern austauschen

Die Digitalisierung der Region soll ein weiterer Schwerpunkt von Schumachers Wahlkampf werden. „Alle Gemeinden sollten ausreichend schnelles Internet bekommen, damit jeder von zu Hause arbeiten kann.“ Darüber hinaus findet sie es wichtig, dass Kinder Zugang zu digitalen Geräten haben, sodass sie lernen können, damit zu arbeiten.
Hauptberuflich arbeitet Schumacher als Projektkoordinatorin für Kindertagesstätten im Bundesfamilienministerium. In den kommenden Monaten will sie die Gemeinden im Wahlkreis besuchen und sich mit Bürgern austauschen. „Besonders in Velten sollten die Grünen präsenter werden.“ Anders als ihre beiden Konkurrentinnen wolle sie sich stärker um die Entwicklung des ländlichen Raums kümmern.