Bus-Fahrplan in Oberhavel: Besserer Takt nicht nur in Oranienburg – das ändert sich für Schüler

Kinder steigen in einen Bus ein. Auch im Kreis Oberhavel nutzen viele Schülerinnen und Schüler dieses Verkehrsmittel. Die OVG kündigt zum Schuljahr 2023/24 einige Verbesserungen an.
Franziska Kraufmann/dpaDie Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH legt mit ihren Linienbussen im Kreisgebiet knapp 5,96 Millionen Kilometer im Jahr zurück und bedient dabei etwa 5,35 Millionen Fahrgäste. Zahlen, die schon bald weiter erhöht werden sollen. Dazu sollen neben dem Neun-Euro-Ticket für Schüler und alternativen Bedienformen auch Änderungen am Fahrplan beitragen. Schon zum Beginn des neuen Schuljahres wird sich einiges ändern.
Die Pläne und Visionen des Unternehmens, das 42 Linien in Oberhavel bedient, bezeichnet Andreas Ernst als ehrgeizige Ziele. Der Geschäftsführer der Oberhavel-Holding ist aber davon überzeugt, dass es gelingen wird, den Fahrplan so zu erweitern, dass jährlich 200.000 Kilometer mehr auf die Straße gebracht werden. „Ich bin mir sicher, dass wir schon Ende 2023 an der Marke von 6 Millionen Fahrgästen pro Jahr kratzen.“
Das ist die Oberhavel-Holding
Die Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH (OHBV) ist eine Gesellschaft des Landkreises Oberhavel, hält Beteiligungen an Unternehmen und ist Dachgesellschaft für die Tochterunternehmen, bei denen sie Allein- oder Hauptgesellschafterin ist.
Zu den Tochterunternehmen zählt die Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG), die sich für den öffentlichen Personennahverkehr verantwortlich zeichnet.
Seit Juli 2019 leitet Ernst die Geschicke der Holding. Für diese und die Kreisverwaltung gab es Anfang 2023 viel Lob – für ein Projekt, das die Mobilität im Bereich Gransee verbessern soll. Das Angebot – das als On-Demand-Verkehr bezeichnet wird – erfolgt per Bus. Ohne Fahrplan und feste Route soll es möglich sein, in einem definierten Raum per Bestellung und zum Bustarif unterwegs zu sein. „Wir bedienen die Fahrgäste auf Anforderung von der Haltestelle bis zur Haltestelle“, so Andreas Ernst.
Änderungen im Schülerverkehr
Zum neuen Schuljahr wird in Oberhavel das Neun-Euro-Ticket eingeführt. Der Landkreis spricht von einem „Quantensprung in der Schülerbeförderung„. Nun kündigt Andreas Ernst weitere Verbesserungen an, damit die Kinder und Jugendlichen die 74 Schulstandorte in Oberhavel per Bus noch besser erreichen.

Als Geschäftsführer der Oberhavel-Holding ist Andreas Ernst auch für die Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG) zuständig.
Stefan ZwahrDie Fahrpläne seien dazu unter Berücksichtigung der vorliegenden und mit den Bildungseinrichtungen abgestimmten Unterrichtszeiten erstellt worden. Auch andere Kriterien flossen mit ein: Abfrage der Schülerzahlen im Frühjahr, Ermittlung der Anzahl von Fahrschülern nach Wohnorten, Ermittlung der einzusetzenden Kapazitäten nach Linienweg und Schulstandort.
Bei allen Überlegungen ist Andreas Ernst wichtig, dass der ländliche Raum nördlich der Kreisstadt nicht abgeschnitten wird – „und schon gar nicht der Schülerverkehr“. Die Schülerbeförderung sei bewusst in den Linienverkehr integriert worden und damit ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit. Zur Koordinierung der Erfordernisse des Schulbetriebs und des kommunalen Öffentlichen Personennahverkehrs werden nun jährlich Fahrplankonferenzen mit den Schulen durchgeführt.
Fahrplanänderungen zum 28. August 2023
■Linie 800 (Oranienburg nach Flatow): Von Montag bis Freitag gibt es nun zwischen 5 und 21 Uhr einen durchgängigen Stundentakt. Neu sind ab Oranienburg Fahrten um 6:50 sowie 7:50 Uhr; ab Flatow um 7:45 und 8:45 Uhr. Auch am Wochenende gibt es Verbesserungen.
■Linie 802 (Oranienburg nach Löwenberg): Zusätzliche Fahrten gibt es um 7 Uhr und 7:11 Uhr. Hinzu kommt auch ein Rufbus, der 7:22 Uhr ab Löwenberg Neuhof über Teschendorf zur Schule Grüneberg fährt (Ankunft: 7:41 Uhr).
■Linie 803 (Liebenthal nach Oranienburg): Die zweite Fahrt des Tages wird um drei Minuten auf 6:03 Uhr vorgezogen. Dadurch ergibt sich in Liebenwalde (Ernst-Thälmann-Straße) um 6:14 Uhr der Anschluss zur Linie 843.
■Linie 805 (Oranienburg nach Liebenwalde): Von Montag bis Freitag gibt es nun zwischen 5 und 21 Uhr einen durchgängigen Stundentakt. Neu sind Fahrten ab Oranienburg um 8:23 sowie 10:23 Uhr.
■Linie 805 (Liebenwalde nach Oranienburg): Ab Liebenwalde gibt es zusätzliche Fahrten um 7:49 Uhr, 8:13 Uhr, 9:13 Uhr sowie 11:13 Uhr.
■Linie 807 (Velten Parkstraße nach Hennigsdorf): Von Montag bis Freitag gibt es nun zwischen 5 und 21 Uhr durch eine Verlängerung der Abendfahrten einen durchgängigen Stundentakt.
■Linie 811 (Hennigsdorf nach Bötzow): Eine zusätzliche Fahrt gibt es nun um 14:10 Uhr ab Hennigsdorf.
■Linie 811 (Bötzow nach Hennigsdorf): Um 14:29 Uhr wird es eine neue Tour über Marwitz Lindenstraße geben. Diese wird auch von der 13:29-Fahrt angesteuert.
■Linie 812 (Neu Vehlefanz nach Bötzow): Ab Neu Vehlefanz gibt es eine neue Fahrt um 8:38 Uhr. Die Fahrt um 10:02 Uhr führt über Vehlefanz und Bärenklau.
■Linie 812 (Bötzow nach Neu Vehlefanz): Ab Bötzow gibt es eine zusätzliche Fahrt um 7:40 Uhr. Die Tour um 8:28 Uhr führt über Bärenklau und Vehlefanz.
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■Linie 832 (Zehdenick nach Löwenberg): Die 7:14-Uhr-Fahrt ab Zehdenick wird um 14 Minuten nach vorne gezogen – Start ist nun also 7 Uhr. Damit wird in Grüneberg (7:36 Uhr) und Löwenberg (7:49 Uhr) die Ankunft vor Schulbeginn möglich.
■Linie 832 (Löwenberg nach Zehdenick): Ab Löwenberg ist eine zusätzliche Fahrt um 7:24 Uhr im Plan. Damit wird in Grüneberg (7:41 Uhr) und Zehdenick OSZ/Oberschule (8:08 Uhr) die Ankunft vor Schulbeginn möglich. Die bislang um 7:50 Uhr beginnende Fahrt ab Löwenberg wird um zwei Minuten nach hinten verschoben.
■Linie 837 (Gransee nach Ringsleben): Ab 13 Uhr gibt es eine neue Fahrt, um nach Unterrichtsende die Stadtschule (13:02 Uhr) und das Gymnasium (13:07 Uhr) bedienen zu können.
■Linie 839 (Menz nach Bredereiche): Die Verschiebung der 16:22-Uhr-Fahrt ab Fürstenberg (um vier Minuten auf 16:26 Uhr) ermöglicht Nutzern der Linie 841 den Anschluss.
■Linie 841 (Gransee nach Fürstenberg): In Gransee starten um 12:35 und 14:35 Uhr zusätzliche Fahrten. Die bislang um 15:30 Uhr beginnende Fahrt wird um fünf Minuten nach hinten geschoben. Damit wird Fahrgästen des RE5 aus Berlin die Mitfahrt ermöglicht.
■Linie 842 (Zehdenick Bahnhof nach Groß Dölln): Von Montag bis Freitag werden zusätzliche Fahrten um 12 Uhr und 14:30 Uhr angeboten. Dadurch verringert sich für Grundschüler, Oberschüler und OSZ-Besucher die Wartezeit.
■Linie 843 (Zehdenick Bahnhof nach Liebenwalde): Veränderungen gibt es am Morgen. Die erste Fahrt beginnt bereits um 5:40 Uhr (drei Minuten eher). Hintergrund: 6:14 Uhr besteht nun der Anschluss in Liebenwalde (Ernst-Thälmann-Straße) zur Linie 803.
■Linie 843 (Liebenwalde nach Zehdenick): Um sieben Minuten nach vorn gezogen wird die bisherige 6:22-Uhr-Fahrt. Diese hat nun in Zehdenick Anschluss zur RB 12 Richtung Berlin und Templin.
■Linie 845 (Gransee nach Zehdenick): Die Fahrten um 12:18 Uhr sowie 13:18 Uhr werden aus Gransee kommend verlängert. In Bergsdorf besteht Anschluss zur Linie 830.

