Corona-Krise: Gemeindevertreter des Mühlenbecker Landes warnen vor drohender Ausgangssperre

Bürgermeister Filippo Smaldino (SPD), Bürgermeister des Mühlenbecker Landes.
Heike Weißapfel„Viele von Ihnen kennen bereits jemanden, der mit dem neuartigen Coronavirus in Berührung gekommen ist. Immer mehr von uns sind selbst betroffen, stehen unter Quarantäne oder zählen zur sogenannten Risikogruppe. Täglich werden neue Fallzahlen veröffentlicht – und dabei stehen wir erst ganz am Anfang der Infektionskurve: Das Robert-Koch-Institut rechnet damit, dass die Ausbreitung des Virus exponentiell zunimmt. Da kommt noch viel mehr auf uns zu“, heißt es in dem Schreiben.
Bei der aktuellen Geschwindigkeit, mit der die Infektionsfälle zunehmen, würden die Krankenhäuser in kürzester Zeit kollabieren. „Und dann sterben Menschen nicht (nur) am Coronavirus. Das müssen wir verhindern: Gemeinsam müssen wir alles tun, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“
Die Kommunalpolitiker beklagen in ihrem Schreiben, dass leider noch immer zu viele Menschen die Empfehlungen der Krisenstäbe „auf die leichte Schulter“ nehmen. „Sollten wir alle nicht bald zur Vernunft kommen, werden Bund, Länder und Landkreise weitere drastische Maßnahmen wie zum Beispiel Ausgangssperren verfügen müssen. Lassen wir es nicht soweit kommen.“
Deshalb appellieren die Kommunalpolitiker: „Bitte halten Sie sich an die Vorgaben der Krisenstäbe! Achten Sie auf die Hygieneregeln, wie sie überall veröffentlicht werden! Wahren Sie Distanz zu anderen Personen! Und das wichtigste: Gehen Sie nur dann unter Menschen – zum Einkaufen, zur Arbeit, zu Veranstaltungen – wenn es wirklich unvermeidbar ist!“
