Die Pauschalzahlung wird vom Land an die Kommunen gezahlt, sodass Eltern, deren Kinder nicht zur Notbetreuung gehen können, auch keine Kita-Gebühren zahlen müssen. "Da bei uns die Kita-Gebühren nicht so hoch sind, bleibt von der Pauschale in Höhe von 140 Euro pro Kind noch etwas übrig", so Busse. Somit könne es sich die Stadt leisten, Solidarität mit den Eltern, die weiter arbeiten mussten, zu zeigen. Neben der Erlassung der Kita-Gebühren wurde ebenfalls festgelegt, dass der Einzug der Gebühren für alle vom 1. Mai auf den 15. Mai verschoben wird.
Seit den neuesten Lockerungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist die Anzahl der Kinder in der Notbetreuung gestiegen. Aktuell befinden sich in Kremmen 139 Kinder in der Notbetreuung, die meisten davon in der Kita Sommerfeld, wo 38 Kinder betreut werden. "In der Kita Sommerfeld wird es langsam eng, sollte die Notbetreuung noch mehr erweitert werden. Aktuell können die Hygienevorschriften und Abstandsregeln eingehalten werden, aber wenn mehr Kinder kommen, müssen wir eine Lösung finden", sagte Hauptamtsleiterin Manuela Nebel während der Sitzung.
Die Stadtverordneten hätten am liebsten die Kita-Gebühren für die Kinder in Notbetreuung für den gesamten Zeitraum, in dem es eine solche Regelung geben muss, erlassen. Seitens der Verwaltung wurde jedoch erklärt, dass das nicht möglich sei, da noch nicht klar ist, wie viele Familien das im Mai betreffen wird. "Wir müssen sehen, wie das Verhältnis dann ist. Immer mehr Eltern dürfen ihre Kinder bringen. Ab einem bestimmten Punkt müssen wir uns fragen, wer das Geld dann tragen wird", so der Bürgermeister. Aus diesem Grund wird die Stadtverordnetenversammlung für jeden Monat, in der die Notbetreuung existieren muss, über die Erlassung der Gebühren erneut abstimmen. Das Land Brandenburg zahlt für jeden Monat Notbetreuung den Pauschalbetrag an die Kommunen.