Aufgrund der momentan kontinuierlich steigenden Corona-Fallzahlen und der vermutlich hohen Dunkelziffer an unbemerkt Infizierten sehen sich die Oberhavel Kliniken gezwungen, ab sofort wieder ein Verbot für Besuche am Krankenbett in den Krankenhäusern Oranienburg, Gransee und Hennigsdorf zu erlassen. Das teilt Pressesprecherin Heike Wittstock am Freitag mit.
„Sollten besondere persönliche Umstände einen Besuch in der Klinik unbedingt erforderlich machen, setzen sich Angehörige bitte vorab telefonisch mit der jeweiligen Stationsleitung in Verbindung, um gemeinsam eine angemessene Lösung zu finden“, so Wittstock.

Infektionsketten sollen unterbrochen werden

„Weil es unsere Pflicht ist, unsere Patienten und unsere Beschäftigten in der derzeitigen Situation in besonderem Maße zu schützen, kommen wir um diese Maßnahme nicht herum. Es geht schließlich darum, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen und die Ansteckungsgefahr zu reduzieren“, sagt Detlef Troppens, Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken GmbH.

Oberhavel

„Wir wissen, dass unseren Patienten und deren Familien dadurch eine schwere Zeit der Entbehrungen bevorsteht, und dass die Angehörigen durch ihre Präsenz im Krankenhaus die Genesung unterstützen wollen.“ Doch die momentane Lage lasse das nicht zu. „Weil die Gefahr besteht, dass unbeabsichtigt Erreger von draußen mit in die Klinik hineingetragen oder auch herausgetragen und verbreitet werden.“ Troppens hofft auf die Einsicht und das Verständnis für die Sicherheitsvorkehrungen.
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