Digitaler Handel
: Oranienburger sollen vom Sofa aus im Lieblingsgeschäft einkaufen

Piraten starten Online-Kaufhaus für den Einzelhandel während der Coro-Krise: Sämtliche Angebote der Stadt soll es auf einer Seite geben.
Von
Klaus Grote
Oranienburg
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  • Einkaufen bei den Lokalhelden: Die Piraten wollen es möglich machen.

    Einkaufen bei den Lokalhelden: Die Piraten wollen es möglich machen.

    Piraten Oranienburg
  • Der Stadtverordnete Thomas Ney (Piraten) hofft auf hohe Beteiligung von Handel und Kundschaft in Oranienburg.

    Der Stadtverordnete Thomas Ney (Piraten) hofft auf hohe Beteiligung von Handel und Kundschaft in Oranienburg.

    Klaus D. Grote
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Doch während der Corona-Krise wird so viel online bestellt wie nie zuvor. Den großen Reibach machen dabei Konzerne wie Amazon. Die Einzelhändler vor Ort, die hier Steuern zahlen und Leute beschäftigen, gehen dagegen oft leer aus. Doch nur wenige Händler haben die Chancen der virtuellen Welt auch erkannt. Dazu gehört seit Jahren bereits Nanis Kinderparadies in der Bernauer Straße. Bestellte Spielwaren werden innerhalb weniger Stunden, meist am selben Tag und kostenlos innerhalb der Stadt geliefert. Viele Kunden sind begeistert vom Service. Auch die Runge-Buchhandlung nutzt ihrer Homepage zum Verkauf.

„Zwar betreiben die meisten Gewerbetreibenden eigene Internet-, Facebook- oder Instagram-Seiten. Doch um diese zu finden, müssen potenzielle Kunden sie erst suchen. Die Verlockung, das benötigte Produkt aus Bequemlichkeit doch bei einem großen Onlineversandhandel zu bestellen, ist daher groß“, sagt Thomas Ney, Stadtverordneter der Piraten.

Jetzt müssen sich Einzelhändler und Dienstleister nur kostenlos registrieren, um eine möglichst breite Angebotspalette im virtuellen Kaufhaus bereit zu stellen. Kunden können dann durch die verschiedene Abteilungen stöbern, zum Beispiel bei Büchern, Bekleidung, Sport, Drogerieartikeln oder Lebensmitteln. Auch Handwerker und Rechtsanwälte, Ärzte und Vereine können mitmachen. „Mit unserem Portal wollen wir Unternehmen und Kunden näher zusammen zu bringen“, sagt Thomas Ney.

Die Kundschaft soll sich bei den Lokalhelden über alle Angebote, veränderte Öffnungszeiten, sowie Abhol- und Lieferbedingungen informieren können, ohne dafür mehrere Seiten besuchen zu müssen. Mit einem Klick geht’s dann vielleicht auch zum gewünschten Händler für die Online-Bestellung.

Gleichzeitig solle das Portal dazu dienen, den Oranienburgern deutlich zu machen, welche Waren sie nach wie vor bei lokalen Händlern erhalten können, so Ney. Auf diese Weise wolle die Piratenpartei den lokalen Einzelhandel in der Krise unterstützen. Jetzt müsse das Angebot nur noch angenommen werden.Das Projekt sei nun erst einmal auf die Zeit der Corona-Krise beschränkt, erklärt Thomas Ney.

https://www.lokalhelden-oranienburg.de/