DSDS 2024: Anne Heinz im Recall-Finale – warum Bohlen den Auftritt heftig kritisiert

Mit einem Song von Helene Fischer trat Anne Heinz aus Liebenwalde im Recall-Finale der Top 9 bei DSDS auf. Ob es für die große Live-Show auf RTL gereicht hat?
RTL / Stefan Gregorowius- Anne Heinz erreicht das Recall-Finale bei DSDS 2024, scheidet aber vor dem Live-Finale aus.
- Sie musste erneut Helene Fischer singen, was Kritik von Dieter Bohlen hervorrief.
- Trotz angespannter Stimme und Krankheit zeigte sie Respekt und Humor.
- Heinz nahm teil, um ihren verstorbenen Mann zu ehren.
- Nach DSDS bleibt sie ihrer Leidenschaft, dem Singen, treu.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sie hat sich ins Halbfinale gesungen! Anne Heinz aus Liebenwalde hätte selbst nicht gedacht, es so weit bei DSDS zu schaffen. Im sogenannten Recall-Finale musste sie einen Song von Helene Fischer singen. Wie sie abgeschnitten hat, wie die Kritik von Dieter Bohlen ausfiel und wen sie selbst gerne im Finale gesehen hätte.
Den Song „Ich will immer wieder… dieses Fieber spür’n“ hatte sich die 35-Jährige nicht selbst ausgesucht. Sie bekam ihn zugewiesen. Schlager singe sie privat höchstens in der Karaokebar. „Die Jury hat es aber gut gemeint mit mir. Sie hat einen super Job gemacht.“ Zudem habe sie Respekt vor der Leistung von Helene Fischer, sagt sie im Gespräch. Der Vorteil: Sie kannte den Text.
Anne Heinz und die Schlager von Helene Fischer
Das Halbfinale mit den Top 9 wurde am Mittwoch (6. November) auf RTL ausgestrahlt und ist beim Streamingdienst RTL+ abrufbar. Schon in der Vorrunde deutete sich die Krankheit einiger Kandidaten an. Auch Anne Heinz holte sich, wie viele andere Kandidaten, etwas weg. „Wir hatten alle Covid“, sagt sie. Die Dreharbeiten auf Kreta liegen bereits einige Monate zurück.
Mit ihrem Auftritt haderte sie. „Ich bin sehr kritisch mit mir.“ Als sie „Phänomen“ von Helene Fischer in den Top 14 gesungen hatte, war ihr das peinlich. „Ich bin ja keine Schlagermaus“, sagt sie. „Es war befremdlich, diese Schlagermoves bei mir zu sehen.“ Wegen ihrer angeschlagenen Stimme wollte sie alles aus der Performance herausholen.
Im Halbfinale sei der Cringe-Faktor noch schlimmer gewesen. Bei der Probe habe sie sich auf ihre stimmliche Leistung konzentriert, sich viel Mühe gegeben. „Als Feedback kam dann, wir wollen keine Helene 2.0, wir wollen Anne.“ Also habe sie versucht, den Popschlager moderner zu singen, „rap-mäßiger“. Doch: „Das war keine smarte Idee“, erzählt sie und muss lachen.
Das hatte Dieter Bohlen an Anne Heinz zu kritisieren
Sie nimmt es mit Humor. „Ja, es war keine Glanzleistung, aber ich hatte meinen Spaß.“ Anne Heinz' Auftritt war locker, als würde eine Rapperin Schlager singen. Von Pop-Titan Dieter Bohlen gab es dafür jedoch harsche Kritik. Er lobte den Anfang. Doch: „Umso länger es ging, umso schlechter wurde es“, sagte er. Der Refrain sei „bei dir voll brutal aggressiv“ gewesen, „einfach nur aggro“.
Jury-Mitglieder Loredana und Pietro Lombardi lobten die Performance, kritisierten aber die unsicheren Töne. Beatrice Egli fand den Auftritt mutig, auch wenn am Ende die Luft für die richtigen Töne gefehlt hätten. Bohlen legte noch einen drauf, als Anne Heinz die Bühne schon verlassen hatte. „Ich fand alles scheiße, fand die Performance scheiße, das passte nicht zum Schlager.“
Damit war das Aus für Anne Heinz besiegelt. Sie kam nicht ins Live-Finale, das am Sonnabend (9. November) auf RTL ausgestrahlt wird. Die Top 4 sind: Christian Jährig, Nissim Mizrahi, Tom Mc Conner, Philip Matas. Einen richtigen Favoriten habe sie nicht. „Alle vier sind toll.“ Sie hätte sich nur gewünscht, dass es mit Tamara Perez aus der Schweiz noch eine Frau ins Live-Finale geschafft hätte.
Insgesamt bereut sie ihre DSDS-Erfahrung absolut nicht. Sie hat vor allem für ihren an Krebs gestorbenen Mann Martin Wenzel an der Castingshow teilgenommen. Und sie ist dabei überaus erfolgreich gewesen, schaffte es aus mehr als 10.000 Bewerbungen unter die besten neun Sängerinnen und Sänger. Sie konnte mit Leistung überzeugen! Mit vielen Mitbewerbern steht sie nach wie vor in Kontakt. „Es fühlt sich nicht wie ein Wettbewerb an“, sagte sie im Recall-Folge, „eher wie eine Gruppentherapie.“
Streit bringt Quote – DSDS-Kandidaten wollen anders überzeugen
Streit habe es unter den Kandidaten kaum bis gar nicht gegeben. Als die Top 50 in den Bussen zum Recall gefahren sind, wurde ihnen zwar klar: „Es bringt Quote, wenn wir uns streiten.“ Doch darauf wollte sich niemand einlassen. „Wir haben alle gesagt, dass wir mit Leistung überzeugen wollen.“
Musikalisch ist Anne Heinz schon immer gewesen: Als sie acht Jahre alt war, sang sie vor dem Fernseher. Mit 16 Jahren hatte sie dann einen Plattenvertrag in der Tasche. „Das ist aber total gefloppt“, erzählte sie in einer DSDS-Folge. Ihr Vater riet ihr, Anwältin oder Ärztin zu werden. Also studierte sie Zahnmedizin und eröffnete ihre eigene Praxis in Wandlitz.
In den Schlagzeilen ist deshalb immer von „Zahnärztin Anne Heinz“ die Rede, manchmal noch von der „rappenden Zahnärztin“ – sie drehte als Ansen unter anderem in der Turm Erlebniscity Videos. Richtig identifizieren kann sie sich damit aber nicht mehr. „Werde ich nach meinem Beruf gefragt, sage ich immer: Sängerin.“



